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 14.01.2014 Berichte auf neuer Homepage

Die Berichte unserer 1. Herrenmannschaft sind ab sofort online unter www.htc-bb.de !
 09.12.13 Landesliga 5 Herren
Licht und Schatten - Die Wenzel/Biermann-Show sichert den dritten Heimsieg -

HTC - TV Werne II 78:64 (22:20; 21:12; 19:12; 16:20)

Mit nur sieben Spielern ging es am Sonntag für den HTC-1 in das letzte Heimspiel 2013, wobei der achte Mann Jörg Klems ab der zweiten Halbzeit für zusätzliche Verstärkung sorgte. Da Werne gerade auswärts oft nur mit dem B-Kader antritt, war zu erwarten, dass der HTC gegen den Tabellenletzten zwei sichere Punkte einfahren würde. Doch in diesem Spiel präsentierte der TVW seinen kompletten Kader und beabsichtigte alles andere, als sich kampflos zu ergeben...
Zu Beginn machte sich mal wieder das alte Motivations-Problem bei der Brackmannschen Truppe breit, was die Gäste natürlich sofort ausnutzten und erst mit 10:3 in Führung gingen, und diese bis zur Hälfte des ersten Viertels halten konnte (8:14; 5. Min.). Doch endlich erwachte Aufbauspieler Daniel Pajonk als erster aus der Mannschafts-Lethargie, fasste sich ein Herz und markierte fünf Zähler in Folge. Wie so oft war dies gleichzeitig das Start-Signal für seine Mitspieler ebenfalls konzentrierter zu Werke zu gehen und man legte bis zum Viertelende einen 14:6-Run hin, bei dem besonders Tobias Biermann mit neun Punkten herausragte (22:20; 10. Min.). Der HTC war endlich im Spiel angekommen, doch die Werner ließen sich nicht groß beeindrucken und spielten weiterhin ihren Stiefel runter, wobei man vor allem die Größenvorteile unter dem Korb ausnutzte (24:22; 12.Min.). Ab der 13. Minute hatte dann Felix Wenzel genug von der zwar engagierten, aber doch sehr durchwachsenen Leistung seiner Mannschaft und drehte richtig auf. Der Point-Guard, der arbeitsbedingt nur selten trainieren kann, hatte an diesem Tag wohl reichlich Zielwasser getrunken und versenkt in den folgenden vier Angriffen gleich drei Dreier, wodurch er seine Farben erstmals deutlich in front brachte (37:24; 15.Min.). Unterstützung bekam Wenzel weiterhin von Biermann, der nochmal sechs Punkte in kürzester Zeit auflegte und Erinnerungen an die Zeit wach werden ließ, in der er zu den Top-Korbjägern dieser Liga gehörte. Werne hatte dem zeitweise überhaupt nichts entgegenzusetzen und zur Halbzeit konnte Trainer Brackmann zufrieden zur Kabinen-Besprechung schlendern (43:32; 20.Min.).
Im dritten Viertel schonte Brackmann seine Starter für die Schlussphase und die Ersatzleute kamen zum Zug. Das späte Eintreffen von Jörg Klems machte sich von Anfang an bezahlt und durch den Größen Ausgleich kaufte Herne den Gästen nach und nach den Schneid unter dem Korb ab. Auch Alex Konsek hatte sich nun auf die durch die Schiedsrichter tolerierte, härtere Gangart eingestellt und angelte sich mit viel Einsatz mehrfach wichtige Offensiv-Rebounds. Die schlechte Freiwurfquote im dritten Viertel (7/14; 50%) und das nun fehlende Wurfglück fielen kaum ins Gewicht, da die Herner Verteidigung im gesamten dritten Viertel lediglich vier Werner Feldkörbe zuließ. Der befürchtete Einbruch nach der Halbzeit blieb aus und Herne erhöhte dadurch die Führung auf 18 Punkte (62:44; 30. Min.).
Doch ganze 10 Minuten waren noch zu spielen. Absolut nicht der richtige Zeitpunkt um die Intensität sinken zu lassen. Leider hatte sich Werne dies besser zumute geführt, als die Hausherren. Wie aus dem Nichts startete der TVW mit einem 12:6-Lauf in den Schlussabschnitt und erwischte die Brackmann-Fünf genau auf dem falschen Fuß (56:68; 37. Min.). Doch die Zeit tickte bereits unerbittlich gegen die Gäste, deren aggressive Defense mittlerweile zu Mannschaftsfouls geführt hatte wodurch immerhin leichte Punkte von der Linie in Aussicht waren. Eine taktische Auszeit in der Brackmann seine Schützlinge zur Ruhe ermahnte, machte sich bezahlt. Der nervenstarke Felix Wenzel traf weiterhin exzellent und verwandelte alle vier seiner Freiwürfe in Serie, Topscorer Tobias Biermann kam zurück aufs Spielfeld und markierte wichtige Zähler und Irbin de LaCruz stibitzte sich im Anschluss den Ball und legte per Fast-Break noch einen nach. Die Messe war gelesen und mit Ertönen der Sirene stand ein weiterer Sieg des HTC auf der Haben-Seite (78:64; 40. Min.).
Fazit: Zwei Siege aus den letzten Partien geben der Mannschaft Selbstbewusstsein für die weitere Saison. Allerdings hatte man in beiden Spielen erneut starke Leistungsschwankungen, die dem HTC-1 gegen andere Teams das Genick hätten brechen können. Einmal muss die erste Herrenmannschaft sich in 2013 noch konzentrieren und eine möglichst konstant starke Leistung gegen den Oberliga-Absteiger aus Barop abrufen zu können (14.12.13, 20.00 Uhr, Sportzentrum Renninghausen). Keine leichte Aufgabe, aber auch nicht unmöglich...

Scoring: Biermann 21/1-2, Wenzel 13/3/4-4, Pajonk 13/2/1-3, Korschek 10/4-4, Konsek, A. 7/3-6; Badziong 6/1/3-4; Klems 5/1-6; DeLaCruz 3/1-2
 02.12.2013 Landesliga 5 Herren
Na schau mal einer - HTC rehabilitiert sich mit einem Paukenschlag gegen den Tabellenführer

HTC - SVD3 73:50 (24:20; 12:6; 19:9; 18:15)

Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gegen die beiden Bochumer Teams der Astrostars hatte die erste Herrenmannschaft des Herner TC einiges wieder gut zu machen. Doch mit dem Tabellenführer aus Dortmund-Derne hatte man am 1. Advent erneut einen Landesliga-Hochkaräter zu Gast in der heimischen MCG-Arena. Doch genau zum richtigen Zeitpunkt lieferte Herne eine Trotz-Reaktion der Extraklasse ab...
Trainer-Fuchs Brackmann begann das Spiel mit einer kleinen, aber dafür sehr schnellen Aufstellung, was sich auch sofort bezahlt machen sollte. Herne war von Anfang an wach in der Defense und konnten den jungen Gästen bereits im Auftaktviertel durch eine aufmerksame Zonen-Verteidigung mehrmals den Ball abnehmen. Felix Wenzel fand endlich zu seiner Form zurück und begeisterte mit tollen Pässen auf seine Mitspieler, die immer wieder zu leichten Fast-Break-Punkten führten (12:4; 5. Min.). Besonders Daniel Pajonk brachte mit viel Laufarbeit und acht Punkten in den ersten 10 Minuten seine Farben in Front. War dies mal nicht möglich, agierte Jörg Klems mit starkem Einsatz unter dem Herner Korb. Zusammen erzielten die beiden Starter im ersten Viertel 14 Punkte und hatten maßgeblichen Anteil an der Herner Führung zum Viertelende, welche jedoch aufgrund der Ganzfeld-Zonen-Presse des SVD noch nicht besonders hoch ausfiel (24:20; 10. Min.).
Im zweiten Durchgang nahm die Intensität der Verteidigung noch mehr zu und entsprechen gering entwickelte sich die Punktausbeute auf beiden Seiten. Verbissen kämpften beide Teams um jeden Ball, wobei sich keiner der beiden Kontrahenten einen entscheidenden Vorteil erspielen konnte (31:26; 16. Min.). Doch auch die Herner Bankspieler wussten an diesem Tag zu überzeugen und sorgten dafür, dass Herne den längeren Atem hatte. Über einen 5:0-Lauf in den letzten Minuten baute man die Führung auf beruhigende 10 Punkte aus (36:26; 20. Min.).
Allerdings weiß man ja, dass 10 Punkte im Basketball nicht wirklich viel sind, worauf Martin Brackmann auch in der Halbzeit hinwies und seine Truppe weiterhin zu einer konzentrierten Leistung ermahnte, da man ja immerhin gegen den Tabellenführer spielte und dieser sich nicht frühzeitig aufgeben würde. Es nahte also das gefürchtete dritte Viertel für den HTC!
Doch wie bereits im Spiel gegen Langendreer sorgte Ben Badziong erneut dafür, dass der Angriffsmotor des HTC gar nicht erst ins Stocken kam. Der Herner Routinier, der aktuell seine 20. Saison für den HTC bestreitet, ließ es direkt in den beiden ersten Angriffen der Lokalmatadoren von der Dreipunktelinie klingeln und machte somit die neugeschöpfte Motivation der Gäste im Ansatz zunichte (42:26; 23. Min.). Auch die Mitspieler des HTC-Flügelspielers verstanden die Message und stellten fortan weiterhin ihre starke Tagesform unter Beweis. Felix Wenzel umspielte nun die Dortmunder Ganzfeld-Presse nach Belieben und die Back-Up-Guards DeLaCruz und Mwamba verdienten sich Bestnoten in der Defense, während Alex Konsek und Jörg Klems weiterhin die Oberhand unter beiden Körben behielten. Offensiv war nun die große Zeit des Felix Wenzel angebrochen. Während eines 10:2-Lauf der Hausherren (52:31; 28. Min.), tat sich der herner Aufbauspieler besonders hervor und markierte allein in diesem Viertel acht seiner 12 Punkte, wobei er gleich zwei Buzzer-Beater versenkte und mit einem Dreier den Schlusspunkt des dritten Viertels setzte (59:35; 30. Min.).
Mit einer derart hohen Führung muss man den Vorsprung eigentlich nur noch verwalten um den Sieg zu sichern. Doch aufgrund der schlechten Erfahrungen der Vergangenheit forderte Trainer Brackmann weiterhin vollen Einsatz und wechselte auch weiterhin kräftig durch um sicherzustellen, dass alle Feldspieler über genügend Luft verfügten um bis zur letzten Sekunde vollen Einsatz zu zeigen. Einen zwischenzeitigen 6:0-Run der Gäste konterte Topscorer Jascha Korschek im Alleingang. Bezeichnend für das Herner Spiel an diesem Tag war, dass zu keinem Zeitpunkt das Engagement auch nur ansatzweise nachließ. Paradebeispiel dafür Korscheks Aktion in der 36. Minute: zuerst verlor der Starting-Five-Flügelspieler den Ball, doch angestachelt durch den eigenen Fehler, erkämpfte er sich das Leder durch einen Steal zurück und vollendete per Fast-Break, bei dem er zusätzlich noch gefoult wurde (64:43; 36.Min.). Neun Korschek-Punkte im Schlussabschnitt und weiterhin vorbildliche Defense des ganzen Teams, inklusive einiger sehenswerter Block-Shots, machten frühzeitig den Sack zu und sicherten dem HTC den zweiten Heimsieg der Saison.
Den Schlusspunkt allerdings setzte Irbin DeLaCruz. Der Ersatzguard, der bis zu diesem Zeitpunkt vor allem durch starke Verteidigung auf sich aufmerksam gemacht hatte, markierte die letzten vier Zähler der Partie, darunter einen viel-umjubelten Dreipunkte-Wurf zum Endstand von 73:50 (40. Min.).

Fazit: Es geht also doch noch. Nach zwei unterklassigen Leistungen in den letzten Partien, kämpft sich der HTC wieder aus dem Loch heraus, dass sich die Mannschaft selber gebuddelt hatte. Eine ausgeglichene Teamleistung und intensiver Einsatz auf beiden Seiten des Spielfeldes ebneten bereits früh den Weg für Herne. Abgeklärtes Pass-Spiel und Uneigennützigkeit, so wie viel Laufeinsatz und 100%-ige Konzentration machten wieder einmal deutlich, zu welchen Leistungen die erste Herrenmannschaft an einem guten Tag fähig ist. Doch noch ist es zu früh um in Euphorie zu verfallen, immerhin steht der HTC trotz des Sieges aktuell mit einer ausgeglichenen Bilanz (3:3) lediglich auf Platz 8 der Tabelle. In der kommenden Woche gilt es nun erneut in heimischer Halle (08.12.13, 18.00 Uhr, MCG-Arena) eine konzentrierte Leistung abzurufen um den Überraschungssieg gegen Derne3 mit weiteren Punkten gegen das Tabellenschlusslicht aus Werne zu untermauern und sich in der Tabelle möglichst vorteilhaft zu positionieren, bevor es am letzten Spieltag in 2013 gegen den Oberliga-Absteiger aus Dortmund-Barop geht (14.12.13, 20.00 Uhr, Sportzentrum Renninghausen)!

Scoring: Korschek 13/1-1; Wenzel 12/2/0-2; Konsek, A. 12/2-4; Pajonk 10; Klems 10/2-3; Badziong 9/2/1-2; DeLaCruz 4/1/1-2; Biermann 3/3-4; Mwamba; Wroblewski (n.e.)
 19.11.2013 Landesliga 5 Herren
VfL Astrostars 3 - HTC 87:73 (17:19; 25:26; 28:19; 17:9)

Black Sunday - HTC verkauft sich in der Rundsporthalle unter Wert

Wieder ging es gegen die Bochumer Astrostars, wieder wurde unter der Woche nur sporadisch trainiert und wieder sollte der HTC die Quittung dafür erhalten. Doch anfangs sah es ganz und gar nicht danach aus...
Der HTC startete gut in die Partie und lieferte sich von Anfang an einen intensiven Schlagabtausch mit den Hausherren. Gegen die ungewohnte Manndeckung stachen in den ersten Minuten vor allem Tobias Biermann und Jascha Korschek mit viel Drang zum Korb hervor. Leider wurde bereits in der Anfangsphase deutlich, dass auch die Drittvertretung der Astrostars Hernes Absprachefehler in der Defense und die dadurch entstehende Lücke in der Mitte konsequent nutzten. Doch solange die HTC-ler offensiv dagegenhielten, konnte man dieses Problem noch kompensieren (11:11; 7. Min.). Jörg Klems arbeitete beherzt am Rebound, wodurch die Gäste immer wieder gute Fast-Break-Situationen bekamen, die jedoch nur selten in Punkte umgemünzt wurden. Bis auf die Lücke in der Mitte, stand Hernes Verteidigung gut und erlaubte den Astros bis dato kaum freie Würfe. Zu diesem Zeitpunkt spielten zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegeneinander und entsprechend knapp war das Viertelergebnis, wobei der HTC die Nase leicht vorn hatte (17:19; 10. Min.).
Auch im zweiten Viertel sah es noch relativ gut aus für die Brackmannsche Truppe, die bis auf den Langzeit-Verletzten Hettermann und den im Nirvana verschollenen Alexander Uttich in Bestbesetzung antreten konnten. Bis zur Viertel-Mitte hatte man die “jungen Wilden“ aus Bochum recht gut im Griff und konnte sich sogar ein kleines Punktepolster herausspielen (23:31; 16. Min.). Zeit für den ersten Wechsel und damit den ersten Rückschlag des Spiels. Die frisch eingewechselten Bankspieler zeigten zwar viel Einsatz, konnten jedoch Defense und Offense nicht auf gleichem Niveau fortführen. Die Folge: innerhalb von Minuten wurde die Führung durch den VfL egalisiert und Herne geriet langsam aber sicher in Zugzwang (42:42; 19. Min.). Doch es kam noch dicker: Der bislang geschonte Führungsspieler Alex Konsek hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und stand zusätzlich auf der Abschuss-Liste der extrem einseitig pfeifenden Schiedsrichter ganz oben. Nach knapp vier Minuten war der Herner Center bedient und durfte mit drei Fouls wieder auf der Bank Platz nehmen. Auch wenn es am Ende nicht daran gelegen hat, so war doch das gesamte Spiel über die zu beobachten, dass Herne bei der kleinsten Berührung mit Fouls bestraft wurde, während für identische Aktionen sogar während der Bewegung zum Korb die Pfiffe gegen den VfL ausblieben und es Herne somit doppelt schwer gemacht wurde. Trotz der ausbleibenden Umstellung der Verteidigung raffte sich der HTC aber nochmal auf und nahm durch mehrere Ballgewinne von Jascha Korschek erneut eine knappe Führung mit zum Halbzeit-Tee (42:45; 20. Min.).

Im dritten Viertel warteten Hernes Spieler leider weiterhin vergebens auf die Anweisung auf eine Mann-Mann-Verteidigung umzustellen, machten aber das Beste aus ihrer Situation. Auf der anderen Seite jedoch reagierte der Heim-Trainer auf das bisherige Spiel und stellte nun seinerseits von einer Mann-Deckung auf eine Zone um. Eigentlich hätte dies den Gästen in die Karten spielen müssen, da man im Training primär gegen eine Zone trainiert, aber an diesem Tag lief gegen die bekannte Verteidigung nicht viel zusammen. Lediglich Ben Badziong fand Gefallen an der taktischen Maßnahme der Bochumer und hielt seine Farben mit drei Dreiern immerhin bis kurz vor Viertel-Ende im Spiel (62:62; 29. Min.). Die eigene Verteidigung funktionierte jedoch weiterhin nur in Ansätzen und trotz eines 8:0-Laufs der Bochumer wurden die drei Auszeiten der zweiten Halbzeit nicht genutzt um die Spieler wieder neu einzunorden. Zu allem Überfluss wurden nun auch noch den gegnerischen Schützen immer wieder freie Würfe gewährt, welche diese mit Dank im Herner Korb versenkten. So kam es, dass der VfL das Viertel deutlich für sich entscheiden konnte und Herne fortan einem Rückstand hinterherlief (70:64; 30. Min.).
Die letzten 10 Minuten begannen alles andere als optimal für den HTC, während die Astros genau da anknüpften, wo sie im dritten Viertel aufgehört hatten und ihre Führung somit weiter ausbauten (78:65; 33. Min.). Endlich hatte Trainer Brackmann ein Einsehen und stellte auf Mann-Mann-Verteidigung um, was sich auch sofort durch einige Ballgewinne bezahlt machte, woraus Herne jedoch leider erneut kein Kapital schlagen konnte. Zu viele einfache Würfe und Korbleger fanden nicht ihren Weg durch die Reuse und nach dem kleinen Dämpfer berappelte sich auch die Bochumer Offensive wieder und machte über einen Dreier und mehrere Aktionen zum Korb den Sack endgültig zu, während Herne sich in den letzten Minuten nur noch in Einzelaktionen verstrickte (87:71; 38. Min.).

Fazit: Es wäre mehr drin gewesen in der Bochumer Rundsporthalle. Leider machten die unkonstante Trainingsbeteiligung, die schlechte Tagesform einiger Stammspieler, fehlende Eigeninitiative, die erneut miserable Freiwurfquote (11/22; 50%), die im Gegensatz zum VfL recht zarte Gangart der Herner unter dem Korb, die Unkonzentriertheit im Abschluss und die mangelhafte Verteidigung dem HTC einen Strich durch die Rechnung und man fuhr verdientermaßen mit leeren Händen nach Hause. Die offensichtliche Einseitigkeit der Entscheidungen der "Unparteiischen" waren dabei nur noch das Tüpfelchen auf dem "i". In der ersten Halbzeit hat der HTC gezeigt, dass man die bessere Mannschaft ist und das Spiel durchaus hätte gewinnen können. Doch wenn einmal der Wurm im Spiel drin ist, ist dieser wieder sehr schwer loszuwerden. Vielleicht hätte eine Umstellung der Verteidigung Herne den Sieg gebracht, allerdings sollte eine Mannschaft auf Landesliga-Niveau sowohl Zonen-, als auch Mann-Verteidigung beherrschen und nicht konsequent die gleichen Fehler machen, wodurch man dem Gegner leichte Punkte schenkt. Daran kann, sollte und muss in der spielfreien Woche gearbeitet werden, bevor es am 01.12.13, 16.30 Uhr in der heimischen MCG-Arena zum Zusammenreffen mit dem bisherigen Tabellenführer SVD Dortmund3 kommt...

Scoring: Biermann 16; Badziong 15/3; Klems 12/4-6; Korschek 9/5-10; Konsek, A. 9/1-1; Pajonk 6/1/1-2; Wenzel 2/0-1; DeLaCruz 2/0-2; Konsek, D. 2; Mwamba, Wroblewski
 17.11.2013 Landesliga 5 Herren
Zwei-Klassen-Gesellschaft: HTC erwischt gebrauchten Tag gegen den Tabellenführer

HTC – VfL Astrostars4 46:64 (13:17; 12:23; 11:11; 10:13 )

Das erste Spiel nach der Herbstpause hatte es für den HTC sofort in sich. Gegen den Tabellenführer, der trotz der niedrigeren Ordnungszahl die deutlích bessere Mannschaft der beiden starken Landesligisten des VfL darstellt, hatte man von Anfang an einen schweren Stand. Zusätzlich fehlte an diesem Tag arbeitsbedingt mit Alexander Konsek ein ganz wichtiger Baustein des Brackmannschen Teams…

Nach einem 0:6-Fehlstart konnten sich die Gastgeber zunächst noch berappeln und über mehrere Schnellangriffe die Führung erspielen (7:6; 5. Min.). Allgemein war das erste Viertel noch das beste der Herner
Und man lieferte sich ein munteres Auf und Ab mit dem Lokalkonkurrenten und Aufstiegsfavoriten.
Starker Einsatz unter den Körben von Jörg Klems und Tobias Biermann, sowie gute Penetration der herner Guards hielten Bochum lange Zeit auf Trab. Doch bezeichnend für diesen Tag: mit der Schlusssirene, verwandelten die Astros einen vermeidbaren, freien Korbleger, der Folge eines unkonzentrierten Fehlpasses war (13:17; 10. Min.).

Leider sollte dies der Anfang vom Ende für den HTC sein. Im zweiten Durchgang untermauerte der VfL seine Vormachtsstellung in der laufenden Landesliga-Saison und setzte sich bereits vorentscheidend ab (17:28; 15. Min.). Große Absprachefehler in der Defense, halbherziger Einsatz und eine ideenlose und unmotivierte Leistung im Angriff machten es den Gästen allerdings auch nicht allzu schwer.
Der VfL war an diesem Tag die routiniertere und abgeklärtere Mannschaft, was sich auf beiden Seiten des Spielfeldes deutlich zeigte. Im Gegensatz zu Herne, stand die Bochumer Verteidigung wie ein Mann und bestrafte jede Unachtsamkeit mit einem Ballgewinn. In der Offense wurde der Ball ruhig durch die eigenen Reihen gespielt, bis ein freier Schütze oder eine Lücke in der Zone gefunden wurde. Durch die pomadige Defense der HTC-ler, die immer einen Schritt zu spät kamen, hatte der VfL keinerlei Probleme den Großteil seiner Angriffe mit leichten Punkten abzuschliessen (25:40; 20. Min.).

Im dritten Viertel gab Herne zwar zwischenzeitig noch mal Gas und konnte den höchsten Rückstand von auf 14 Punkte reduzieren (34:48; 28. Min.), danach war es jedoch auch schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit.
Man verfiel erneut in ein unmotiviertes Geplänkel, gegen eine in Tempo und Körpergröße überlegene Mannschaft, wofür man auch umgehend die Quittung kassierte. Zwar setzten sich die Gäste nicht weiter ab, allerdings wurde die erste Garde auch größtenteils geschont, was Herne ebenfalls nicht zum eigenen Vorteil nutzen konnte. Allerdings muss man es an diesem “gebrauchten Tag“ der gesamten Mannschaft von Trainer Brackmann schon als Teilerfolg werten, dass man den Abstand immerhin nicht erneut auf über 20 Punkte anwachsen liess (36:51; 30. Min.).

Im letzten Viertel fand dann auf beiden Seiten nur noch Schaulaufen statt, wobei die Astros wieder mal die Nase vorne hatten wodurch am Ende ein mageres 46:64 aus herner Sicht auf der Anzeigetafel stand.

Fazit: gegen die übermächtigen Bochumer hätte man an einem guten Tag und mit voll besetztem Kader bereits starke Probleme gehabt. Wenn dann auch noch Motivationslosigkeit, fehlender Siegeswille und eine gehörige Portion Pech dazukommen, kann man schon mal so unter die Räder geraten, wie der HTC am vierten Landesliga-Spieltag der Saison 2013/2014.

Es bleibt zu hoffen, dass diese in seiner Höhe sehr peinliche Niederlage ein Weck-Signal für die erste Herrenmannschaft des HTC war und man in den folgenden Partien mit einer anderen Einstellung aufs Spielfeld geht und trotz des heftigen Spielplans bis zum Jahresende noch den ein oder anderen Sieg einfahren kann um um einen Kampf gegen den Abstieg frühzeitig auszuschliessen…

Weiter geht’s für Herne am kommenden Sonntag (17.11.13, 18Uhr) in der Bochumer Rundsporthalle, gegen die leider nur geringfügig schwächere Drittvertretung der Bochumer Astrostars.

Man wird sehen, ob der HTC seinen Leistungsausfall vom Vorwochenende durch einen Auswärtssieg
Wieder ausbügeln kann…

Scoring: Pajonk 15/3-4; Biermann 9/3-4; Klems 6/2-6; Korschek 5/1-4; Konsek, D. 4; DeLaCruz 2; Wroblewski 2; Mwamba 2; Wenzel 1/1-2; Badziong



 14.10.2013 Landesliga 5
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - HTC erkämpft sich ersten Auswärtssieg

LTV Lippstadt - HTC 48:59 (12:15; 12:21; 11:9; 13:14 )

Neun gegen neun hieß es für den HTC beim Auswärtsspiel in Lippstadt, wobei Trainer Brackmann dieses Mal auf Wenzel (Krankheit), Wroblewski (Arbeit) und die weiterhin langfristig ausfallenden Uttich und Hettermann verzichten musste. Doch trotz allem kam Herne gut ins Spiel und markierte die ersten Zähler der Begegnung (0:5; 2. Min.). Leider funktionierte die Verteidigung der Gäste zu Beginn nicht wirklich gut. Mehrere vergebene Chancen unter dem Korb verhinderten einen frühzeitigen Führungsausbau. Die Heimmannschaft kam nun besser in Schwung und das Spiel gestaltete sich ausgeglichen, bevor Badziong mit einem Dreier die knappe Viertelführung erzielte (12:15; 10. Min.).
Im zweiten Durchgang fand sich der HTC etwas besser zurecht, obwohl die Ganzfeld-Zonenpresse des LTV den Aufbauspielern immer wieder Probleme bereitete. Zumindest die eigene Defense stand nun ebenfalls gut und führte mehrmals zu leichten Fast-Break-Punkten. Zusätzlich verwandelte Herne in diesem Viertel mehrere Distanzwürfe und ging somit über einen 13:3-Run zum ersten mal etwas deutlicher in Führung (14:28; 15. Min.). Auch am Rebound wurde nun beherzter zur Sache gegangen und Klems/Konsek wiesen die sehr physisch spielenden Center der Gastgeber immer häufiger in ihre Schranken. Tobias Biermann brachte mit einigen sehenswerten Aktionen und sechs Punkten in ebenso vielen Minuten, Entlastung von der Bank. Und nach dem Buzzer-Beater mit der Sirene durch Pajonk konnte Trainer Brackmann zur Halbzeit trotz einiger Formschwächen und miserabler Freiwurfquote (3-8) zufrieden mit seinen Schützlingen sein (24:36; 20. Min.).
Wieder einmal blieb abzuwarten wie sich Herne im gefürchteten dritten Viertel präsentieren würde...
Im Gegensatz zum Blitzstart in der Vorwoche gegen Langendreer, ging das identische Vorhaben dieses mal leider nach hinten los. Nach Biermanns Eröffnungstreffer war es vorbei mit der Herrlichkeit und der LTV kam erneut über seine Verteidigung ins Rollen. Bis zur sechsten Minute des dritten Viertels gelang Herne kein Korb mehr (38:30; 26. Min.), bis Jörg Klems und der starke Daniel Pajonk den Bann endlich brechen konnten und sieben Punkte in Serie markierten. Die letzten Minuten gehörten jedoch wieder den Hausherren und nach 30 Minuten stand es auf der Anzeigetafel lediglich 35:45 für den Herner TC. Eine Zitterpartie bahnte sich an…
Noch wollten die Lippstädter nicht aufgeben und machten zu Beginn ders letzten Viertels noch mal ordentlich Druck. Langsam machte sich die dezimierte Bank des HTC bemerkbar und der LTV nutzte die kurze Schwächephase um den Abstand weiter zu verkürzen (41:45; 35. Min). Nun war es offiziell, der Krimi den man so lange hatte vermeiden können, war nun in vollem Gange. Doch eine Auszeit durch den Herner Cheftrainer zeigte wieder mal Wirkung und die Herner-Fünf ging frisch motiviert zurück aufs Spielfeld. Ein starkes Post-Up von Jörg Klems, der mit Foul punktete und acht Zähler in Serie durch Pajonk und Badziong, die beide 40 Minuten durchspielen mussten, brachten die Vorentscheidung (43:56; 38. Min.). In den letzten Minuten spielte Herne die Uhr clever herunter und Alex Konsek war rechtzeitig zur Stelle um nichts mehr anbrennen zu lassen. Der bis dato etwas glücklos spielende Starting-Five-Center dominierte nun am Rebound und setzte sich immer wieder gekonnt in Szene. Absprachefehler und Fehlpässe des LTV egalisierten die weiterhin schwache Freiwurfquote (10-23; 43%) der Herner, welche sich durch diesen Sieg eine positive Bilanz vor der Herbstpause, sowie den sechsten Tabellenplatz sicherten.
Fazit: Durch fehlende Konzenration und die daraus resultierende mangelhafte Chancenverwertung, sowie eine unterdurchschnittliche Freiwurfquote und eine ungewohnt hohe Anzahl an Ballverlusten durch Fehlpässe und Schrittfehler verpasste Herne es, sich frühzeitig ein Punkte-Polster zu verschaffen. Dieses Versäumnis wurde jedoch durch intensiven Einsatz in der Verteidigung und einen starken Siegeswillen wieder wett gemacht. Ersatz-Kapitän Daniel Pajonk brachte auf die gesamten 40 Minuten gesehen, eine bärenstarke Leistung und machte sich damit selbst zum Topscorer der Partie. Durch mehrere erfolgreiche Distanztreffer in der ersten Hälfte und einige Key-Plays in den Schlussminuten hatte der Veteran auf der Aufbauposition des HTC sehr großen Anteil am ersten Auswärtssieg der Saison 2013/2014.
Doch auch die im Laufe des Spiels immer besser werdenden Center Jörg Klems und Alex Konsek leisteten ihren Beitrag unter den Körben und die kollektiv starke Einsatzbereitschaft der gesamten Mannschaft machte an diesem Tag den Unterschied. Der Herbstbreak muss jedoch genutzt werden um die Basics und das Zusammenspiel zu verbessern, sowie die trauriger weise immer noch inkonstante Freiwurfquote des HTC anzuheben. Mit beiden Bochumer Astrostars-Mannschaften und dem starken SVD Derne warten nach der Pause bereits einige Landesliga-Hochkaräter auf die Mannschaft von Martin Brackmann, gegen die der Siegeswille aus dem Spiel in Lippstadt wohl kaum reichen wird um weitere Punkte einzuheimsen und sich im oberen Tabellendrittel zu platzieren. Allerdings kommt das Team nach der Auftaktniederlage in Kaiserau immer besser in Tritt und wenn die Mannschaft erstmal wieder vollzählig ist, darf man noch einiges von den Herner Herren erwarten...

Scoring: Pajonk 17/1/2-4; Badziong 14/2/2-4; Klems 9/1-3; Biermann 8/0-2; Konsek, A. 6/2-2; Korschek 5/3-6; Konsek, D. 0/0-2; DeLaCruz; Mwamba (n.e.)

 07.10.2013 Landesliga 5
Home Sweet Home - Center-Garde sichert ersten Sieg im zweiten Spiel

Herner TC - BC Langendreer 67:52 (20:11; 17:19; 20:3; 10:19)

Im ersten Heimspiel der Saison hatte die erste Herrenmannschaft des Herner TC aufgrund der unnötigen Niederlage zum Saisonauftakt bereits einiges gutzumachen.
Glücklicherweise konnte Coach Brackmann in diesem Spiel wieder auf seine beiden Starter Alex Konsek und Felix Wenzel zurückgreifen, die beim Saisondebut arbeitsbedingt fehlten. Diese gaben auch von Anfang an Gas auf dem Spielfeld und brachten Herne somit früh in Front (9:2; 4.Min.). Die gesamte Starting-Five wirkte von Anfang an konzentriert und ging mit viel Routine zur Sache. Immer wieder nutzten die heimischen Center ihre Überlegenheit am Brett aus und begeisterten mit tollem Zusammenspiel. War das Post-Up des HTC mal nicht erfolgreich, so fanden die schnellen Guards Wenzel/Pajonk und Flügelspieler Korschek immer wieder die Lücken in der gegnerischen Verteidigung und erzielten leichte Punkte durch Korbleger (15:7; 7.Min.). Sogar von der Freiwurflinie präsentierte man sich mit sechs Treffern bei acht Versuchen sehr routiniert. Folge: die mit mehreren Jugendspielern angereisten Gäste waren im ersten Viertel klar unterlegen, welches mit 20:11 deutlich an den HTC ging.
Im zweiten Viertel legte Alex Konsek mit fünf Punkten in Folge den Grundstein um da weiterzumachen, wo man im ersten Durchgang aufgehört hatte. Doch durch die bereits überfälligen Auswechslungen verlor der HTC etwas den Faden und der BCL kam langsam besser ins Spiel. Über einen 7:0-Run kämpften sich die Bochumer langsam aber sicher wieder in Schlagdistanz (27:22; 15.Min.). Brackmann reagierte mit einer Auszeit, durch die er seine Schützlinge wieder in die rechte Spur brachte. Zwar gestalteten sich die letzten Minuten bis zur Halbzeit ausgeglichen, jedoch konnte Herne die eigene Führung nicht mehr weiter ausbauen (37:30; 20.Min.).
Bereits in der Halbzeit ermahnte der Herner Trainer seine Spieler nun nicht einzuknicken und das "gefürchtete" dritte Viertel engagiert und weiterhin mit voller Konzentration anzugehen. Gesagt getan: Zwei schnelle Dreier durch Badziong und ein erflogreicher Post-Move von Mini Konsek brachen den aufkommenden Widerstand der Gäste bereits im Ansatz und Herne spielte in den kommenden Minuten seine Überlegenheit mit ungewohnter Abgeklärtheit und beeindruckender Dominanz aus. Lediglich drei Punkte gestattete die aggressive Herner Defense dem BCL in diesem Viertel, während sich die Lokalmatadoren mit 24 Punkten die höchste Führung der Begegnung erspielten (57:33; 30. Min.). Die ausgeglichene Leistungsfähigkeit der an diesem Tag gut besetzten Herner Bank zeigte sich unter anderem auch daran, dass sich im dritten Viertel sechs unterschiedliche Herner am Scoring beteiligten und die Offensiv-Aktionen des HTC somit variabel hielten.
Im letzten Durchgang ließ es sich Herne jedoch nicht nehmen nochmal zu zeigen, warum man in der Vergangenheit bereits viele sicher geglaubte Spiele verloren hatte. Nachlässige Verteidigung, fehlendes Ausblocken beim Rebound und schlechtes Passspiel begünstigten einen 14:4-Run des BCL innerhalb der ersten acht Minuten des Schlussabschnitts (47:61; 38.Min.). Diese unerklärlichen Black-Out-Phasen, welche sich immer wieder in das Herner Spiel schleichen sind zwar mehr als ärgerlich und unnötig, doch glücklicherweise war das Polster des HTC an diesem Tag bereits groß genug und Langendreer konnte den ersten Heimsieg der Saison nicht mehr gefährden.
Besonderer Dank gilt wie immer den zahlreichen Zuschauern, die stets für gute Stimmung in der Halle und lautstarke Unterstützung von der Tribüne aus sorgten. In der kommenden Woche geht es nun für den Herner TC auf die lange Auswärtsfahrt zum heimstarken LTV Lippstadt, wo man erneut mit 100%-igem Einsatz und Siegeswillen zu Werke gehen muss um sich vor der vierwöchigen Herbstpause einen Platz im oberen Tabellendrittel sichern zu können...

Scoring: Konsek, A. 14/4-6; Pajonk 10/2-2; Badziong 8/2/2-2; Biermann 8; Korschek 7/1-1; Wenzel 7/1-2; Konsek, D. 6; Klems 5/1-2; DeLaCruz 2; Wroblewski.
 29.09.2013 Landesliga 5 Herren
HTC verspielt Saisonauftakt in Kaiserau

TVG Kaiserau - HTC 60:54 (20:10; 11:14; 14:21; 15:9)

Der Saisonauftakt 2013/2014 verlief für den Herner TC alles andere als gut: Nach der mangelnden Beteiligung und Intensität im Training der letzten Wochen und dem Ausfall von gleich drei Starting-Five-Spielern (Wenzel; Konsek, A.; Uttich) stand die erste Partie der neuen Saison bereits von Anfang an unter keinem guten Stern.
Doch die mit nur acht Mann angereisten Herner sahen sich glücklicherweise einem Gastgeber mit einem ebenso spärlich besetzten Kader gegenüber. Coach Brackmann begann das Spiel mit einer extrem kleinen Aufstellung, was bereits in den ersten Minuten bestraft wurde. Die aggressive Manndeckung des TVG ließ Herne keine guten Wurfpositionen finden und durch die körperliche Unterlegenheit am Brett bekam man selten bis gar keine zweiten Wurfchancen. Genauso sah es auf der anderen Seite aus. Kaiserau angelte sich einen Offensiv-Rebound nach dem anderen und verwertete die leichten Punkte unter dem Korb, wodurch sich der Gastgeber über 6:0 (3.Min.) auf 15:5 (6. Min.) absetzte. Auf einen Wechsel warteten die hoffnungslos unterlegenen Herner Center leider bis zum Viertelende vergebens. Im Angriff fand man weiterhin keine guten Scoring-Optionen und die meisten Herner Spielzüge wurden durch schlechte Offensiv-Entscheidungen oder Fehlpässe bereits im Ansatz zunichte gemacht. Somit stand es nach den ersten 10 Minuten bereits 20:10 für den Liga-Neuling.
Im zweiten Viertel kam endlich die längst überfällige Verstärkung in Sachen Körpergröße und brachte Herne zumindest etwas besser ins Spiel. Unter dem Korb versuchte sich nun der HTC-Neuzugang Konrad Wroblewski und angelte sich mehrere Rebounds. Dadurch ergaben sich für Herne einige Fast-Break-Chancen, die Badziong und Korschek in Punkte ummünzten (14:20; 13. Min.). Doch Kaiserau konterte nun seinerseits mit einem 8:2-Lauf (28:16; 16. Min), bis Irbin DeLaCruz seine Mannschaft mit dem ersten Dreier der Saison wieder wachrüttelte. Trotz einer schlechten Freiwurfquote (7/14) beendeten die Herner das Viertel mit einem 8:3-Lauf und entschieden den zweiten Durchgang somit knapp für sich (31:24; 20. Min.).
In der Halbzeit einigte man sich darauf, ab sofort ebenfalls eine Mann-Mann-Verteidigung zu spielen, was Kaiserau von der ersten Minute der zweiten Hälfte Probleme bereitete. Die freien Würfe des TVG wurden unterbunden und die meisten Systeme des Gastgebers griffen nun auch nicht mehr, wodurch diese aus dem Tritt gebracht wurden. Jörg Klems arbeitete vorbildlich beim Rebound und in der Verteidigung, während Herne langsam Fahrt aufnahm und das Spiel in einen offenen Schlagabtausch verwandelte (39:29; 25. Min.). Auch die kräftezehrende Verteidigung des TVG machte sich nun bemerkbar und der HTC nutzte die Gunst der Stunde. Badziong hatte nach mehreren Fehlversuchen nun seinen Wurf gefunden und initiierte mit acht Punkten in Folge (darunter zwei Dreier) einen 16:06-Lauf für Herne durch den Daniel Pajonk mit der Schlussirene den Ausgleich erzielte (45:45; 30. Min.).
Das Spiel war wieder offen und Herne gut drauf, eigentlich... Weiterhin starke Verteidigung und gute Reboundarbeit brachten die Gäste sogar kurzzeitig in Front (45:49; 32. Min.), doch zu früh verfiel man in Selbstsicherheit und Arroganz, was Kaiserau umgehend mit sechs Punkten in Folge bestrafte (51:49; 35. Min.). Doch Herne hielt dagegen und ging durch Pajonk und Biermann erneut in Führung (54:53; 37. Min.). Leider sollten dies die letzten Herner Punkte der Partie gewesen sein. Anstatt einfach weiter ihren Stiefel runter zuspielen, verstrickte sich der HTC nun zunehmend in Einzelaktionen, die meistens mit Ballverlusten endeten. Die freien Schützen wurden nicht mehr gefunden und zusätzlich begann man nun lieber damit die eigenen Mitspieler zu kritisieren, anstatt sich aufs Basketballspielen zu konzentrieren. Foulbelastung und mangelnde Fitness sorgten dafür, dass Brackmann in der wichtigen Schlussphase nicht seine beste Aufstellung aufs Spielfeld schicken konnte und Herne war in den letzten drei Minuten der Partie nicht mehr in der Lage auch nur einen einzigen Korb zu erzielen. Kaiserau währenddessen legte nochmal eine Schüppe drauf und entschied das Spiel trotz Nervenschwäche an der Freiwurflinie mit sieben Punkten in Folge souverän für sich (60:54; 40. Min.).
Fazit: Zu spät erwachten die Herner in dieser Partie und hatten dennoch die Chance auf den Sieg. Trotz der vielen Ausfälle auf Seiten des HTC hätte man das Spiel durch eine von Anfang an konzentriertere und engagiertere Leistung gewinnen können. Doch durch Uneinigkeit in der Mannschaft, schlechtes Zusammenspiel, mangelnde Kondition und viele Flüchtigkeitsfehler machten sich die Herner das Leben selber schwerer als es hätte sein müssen. Dabei hatte man zwischenzeitig sogar gezeigt, wie man gegen diesen Gegner zur Sache gehen muss, dies aber am Ende leider nicht konsequent weitergemacht. Die entscheidenden Würfe verfehlten am Ende ihr Ziel und machten den Aufsteiger zum glücklichen, aber nicht unverdienten Sieger. Es bleibt wieder einmal abzuwarten, ab wann die Herner Spieler begreifen, dass man mit einer halbherzigen Leistung und einer kontra-produktiven Teamchemie auch in dieser Saison keinen Blumentopf wird gewinnen können. Vielleicht ja bereits in der nächsten Woche, wenn es wieder mit einem tieferen Kader in eigener Halle (06.10.13; 16.00Uhr; MCG-Arena) gegen den Erzrivalen aus Langendreer geht...

Scoring: Badziong 12/2/0-1; Pajonk 12/2-4; Korschek 11/5-6; Biermann 8; DeLaCruz 4/1/1-2; Wroblewski 3/1-4; Klems 2; Konsek, M. 2/0-2;
 24.04.2013 Landeliga 5 Herren
Am Ende kackt die Ente - HTC mit Sieg zum Saisonabschluss, Wenzel on fire

Schwerter TS : HTC 59:68 (20:14; 11:18; 19:15; 9:21)

Am letzten Spieltag der Saison reiste die erste Herrenmannschaft zum Tabellenletzten nach Schwerte. Doch die wieder erstarkte Turnerschaft präsentierte sich stärker als die Tabellenplatzierung vermuten ließ. Da Trainer Martin "Bierkules" Brackmann aus privaten Gründen nur als Zuschauer mitreiste, wurde der HTC von Interims-Coach Badziong angeführt, der zeigte, was er bereits von seinem Mentor gelernt hat…
Stark anfangen und einen schnellen Sieg einfahren, das wäre der optimale Spielverlauf gewesen. Doch der HTC macht es ja bekanntermaßen gerne spannend: So leistete man sich auch in diesem Spiel einen totalen Fehlstart und die Gastgeber setzten sich durch drei Dreier von El-Hamdi und mehrere Offensiv-Rebounds durch den starken Seib bereits früh ab (12:2; 5. Min.). Badziong reagierte umgehend mit einer Auszeit, in der er seine Feldspieler aus dem Vortagskoma riss. Das hatte gesessen und Felix Wenzel beschloss nun etwas für die Punkteausbeute seiner Farben zu tun. Zwei Wenzel-Dreier in einer Minute brachten den HTC zurück ins Spiel und prompt ließen sich auch die anderen Herner Gurkendiebe nicht lange lumpen (20:14; 10. Min.).
Im zweiten Viertel lieferten sich beide Teams ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Turnerschaft immer leicht die Nase vorn behielt. Alexander Konsek zeigte nun unter den Brettern, warum er zu den besten Centern der Liga gehört und angelte sich mehrere Rebounds auf beiden Seiten des Spielfeldes, während Wenzel mit starker Verteidigung und weiteren 9 Punkten in diesem Viertel glänzte, darunter acht Punkte in den letzten 65 Sekunden, womit er Herne die minimalste aller Führungen zur Halbzeit sicherte (31:32; 20. Min.).
Soweit so gut und endlich im Spiel, so dachte Coach Badziong leider etwas zu früh. Denn die Turnerschaft wollte sich im letzten Heimspiel auch den Sieg erkämpfen und legte sich entsprechend dafür ins Zeug. Bis auf 44:38 setzten sich die Hausherren bis zur Mitte des dritten Durchgangs ab, bevor eine weitere Auszeit und einige taktische Wechsel den HTC wieder in Schwung kommen ließen (44:44; 27. Min.). Der mexikanische Terrier Irbin "Sanchez" DeLaCruz klebte nun wie eine Klette an seinem Gegenspieler und nahm diesen somit komplett aus dem Spiel. Engagierte Verteidigung und gutes Team-Play bescherten Herne binnen einer Minute den Ausgleich. Doch Badziongs Pendant auf Schwerter Seite war ebenfalls nicht zu unterschätzen. Trainerfuchs Klaus Tschorn konterte den Lauf der Gäste ebenfalls mit einer Auszeit und das mit gleichem Erfolg. Vor dem letzten Angriff in diesem Viertel hatte die STS den alten Vorsprung von sechs Punkten zurückerobert (50:44; 30. Min.). Doch DeLaCruz hatte an diesem Tag Eiswsser in seinen Venen, versenkte ohne zu zucken einen Buzzer-Beater von der Dreipunktelinie und setzte somit den Schlusspunkt unter die ersten 30 Minuten des Spiels (50:47; 30. Min.).
Gepusht durch diese Aktion schaltete der HTC in den letzten 10 Minuten der Saison noch mal einen Gang hoch. Obwohl Schwerte anfangs noch engagiert dagegen hielt (54:53; 34. Min.), brachte spätestens der vierte Wenzel-Dreier die Wende. Plötzlich funktionierte bei Herne alles. Ein wie befreit aufspielender Jascha Korschek fand immer wieder den Weg zum Korb wo er sich ein ums andere mal durchsetzen und dadurch allein in diesem Viertel sieben Punkte erzielen konnte. Tobias Biermann mutierte plötzlich zum Hellseher, fing einen gegnerischen Pass nach dem anderen ab und wenn er im direkten Gegenangriff nicht grad einen seiner Mitspieler bediente, netzte der "Beerman" halt persönlich ein. Tschorn griff nach seinem letzten Strohhalm und brachte seinen Hightower-Center Seib zurück ins Spiel, ohne zu ahnen dass Badziong sich bereits eine entsprechende Gegenmaßnahme überlegt hatte. Trotz guter Leistung ging Tobias Biermann nun auf die Bank um Platz für die beiden "Konsek-Berserker" zu machen. Sobald Seib den Ball erhielt, bauten die beiden Brüder in Reihen des HTC sich wie eine Mauer um diesen auf und setzten ihn somit chancenlos außer Gefecht.
Und während Schwerte damit beschäftigt war einen Freiwurf nach dem anderen zu vergeben, traf auch noch zuerst "Mini" Konsek einen wichtigen Dreier und Alex Konsek legte ummittelbar darauf am Brett nach und machte somit den Sack endgültig zu (64:57; 40. Min.). In den letzten Sekunden spielte der HTC die Zeit routiniert herunter, während Head-Coach Brackmann und die zahlreichen mitgereisten Zuschauer die Schwerter Gänsewinkelhalle bereits von der Tribüne aus mit schallenden Siegesgesängen erfüllten (59:68; 40. Min)!
Fazit: Das letzte Spiel der Saison war noch mal mehr als repräsentativ für die Leistungen des HTC in der nun abgelaufenen Spielzeit. Höhen und Tiefen, Ups and Downs, tragische Niederlagen und großartige Siege - es war mal wieder alles dabei. Trotz fehlender Konstanz hat Herne wirklich immer den Vorteil der Unberechenbarkeit und sichert sich somit in dieser Saison den fünften Tabellenplatz. Der ausgeglichene Kader und die schwankenden Lesitungsintervalle innerhalb eines Spiels lassen jeden Gegner im Dunkeln darüber, was sie gegen Herne an diesem Tag erwartet. Doch in der kommenden Saison muss definitiv weiter an der Konstanz und Disziplin der gesamten Mannschaft gearbeitet werden. Zwar hat man sich im Vergleich zur Vorsaison "nur" um einen Tabellenplatz verschlechtert, aber mit den beiden Oberligaabsteigern Barop und Westrich warten in der kommenden Saison neben den bereits in diesem Jahr starken Baskets aus Hamm und den Vfl Astrostars gleich mehrere heiße Anwärter auf die Landesligameisterschaft. Doch der HTC wäre nicht der HTC, wenn er diese Herausforderung nicht mit Freuden annehmen würde. Wir werden sehen, was die Herner Wundertüte um Martin Brackmann, auch bekannt als "der Geist aus der Lampe" in der kommenden Saison zu bieten hat...
Bis dahin wünschen wir, die erste Herrenmannschaft des HTC, allen Freunden und Verwandten des Vereins einen schönen Sommer und eine entspannende spielfreie Zeit. Wir bedanken uns wie immer beiden wenigen, aber dafür treuen Fans, die uns regelmäßig in der MCG-Arena von der Tribüne aus den Rücken stärken mit einem dreifachen:

TEAM-WORK TEAM-WORK TEAM-WORK !!!
Benedikt Badziong

Scoring: Wenzel 22/4; Korschek 16/2-4; Konsek, A. 11/1-2; Biermann 8; Konsek, D. 4/1/1-4; DeLaCruz 3/1; Uttich 2; Winkelmann 2; Pajonk, Badziong (n.e.)

 16.04.2013 Landesliga 5 Herren
Aller Anfang ist schwer - geschlossene Mannschaftsleistung führt HTC nach erneutem Fehlstart zum Sieg

HTC : VfL Astrostars IV 61:45 (8:16; 20:12; 15:10; 18:7)

Nach der Osterpause empfing der HTC die vierte Mannschaft der VfL Astrostars. Bereits im Vorfeld machte sich Nervosität aufgrund der schlechten Trainingsbeteiligung der vergangenen Wochen bei den Hernern breit, doch auch die Bochumer gingen mit einem Trainingsrückstand in die Partie.
Trotzdem erwischte Herne wieder mal einen schlechten Start. Die ungewohnte Startaufstellung brachte leider nicht den gewünschten Erfolg. Mit einer Fahrkarte nach der anderen empfahl man sich in den ersten Minuten höchstens als Schausteller auf der Cranger Kirmes. Schlechte Pässe, wenig Bewegung im Angriff, fehlende Absprachen in der Verteidigung und eine miserable Trefferquote begünstigten eine schnelle Führung der Gäste, die zumindest diszipliniert in die Partie starteten. Konsequenz waren lediglich 4 Punkte innerhalb der ersten acht Minuten, während die Gäste durch eine gute Trefferquote davonzogen und das Anfangsviertel verdient gewannen (8:16; 10. Min.).

Dass etwas passieren musste, lag auf der Hand und Trainer Brackmann reagierte umgehend. Eine Umstellung auf Zonenverteidigung und die Einwechslung von Tobias Biermann sowie Felix Wenzel, der sich extra eine vorübergehende Vertretung für die Arbeit gesucht hatte um an dem Spiel teilnehmen zu können, brachten den Aufwind für Herne. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase legten die beiden, an diesem Tag ausnahmsweise von der Bank kommenden Stammspieler los und markierten 11 der 20 Punkte des HTC in diesem Viertel, während Jörg Klems durch überragende Verteidigungsarbeit einfache Punkte der Gäste unter dem Korb verhinderte. Zusätzlich griff nun Role-Player Ben Badziong ins Spielgeschehen ein und erarbeitete sich über aufmerksame Verteidigung mehrere Ballgewinne, die seine Mitspieler entsprechend zu verwerten wussten. Die Verteidigung der Bochumer kam in dieser Phase des Spiels kaum noch hinterher und ab der sechsten Minute legten die Hausherren einen 15:8-Lauf aufs Parkett, unter den der bombenstarke Alexander Konsek mit einem Jump-Shot zum Ausgleich den Schlussstrich zog (28:28; 20. Min.).

Zum richtigen Zeitpunkt hielt der Meister Yoda des Coaching, mit vollem Namen Martin Brackmann, seine emotionalste Halbzeitansprache der Saison und motivierte seine mittlerweile vor Adrenalin und Siegeswillen triefenden Schützlinge dazu, sich in der zweiten Halbzeit nochmals deutlich zu steigern.
Das dritte Viertel begann Herne, weiterhin angetrieben von ihrem Führungsspieler Felix Wenzel, mit einem 7:3-Zwischenspurt (35:31, 4. Min.). Doch die Astrostars gaben sich noch lange nicht auf und erkämpften sich über viel Kampfgeist den Ausgleich zurück (38:38, 8.Min.).
Die Antwort des HTC folgte postwendend: Badziong traf einen wichtigen Dreier aus der Bedrängnis und Alex Konsek legte direkt noch einen Korbleger hinterher um dem HTC zum Ende des Viertels wieder ein kleines, aber feines Polster zu verschaffen (43:38; 30. Min.).

Nun machte sich Nervosität unter den Lokalmatadoren breit, denn im Schlussabschnitt hatte man schon so manches Spiel nach guten Leistungen verschenkt. Doch die Schwächephase der Herner war an diesem Tag bereits durch das erste Viertel abgehakt und dies machte Alexander Uttich auch sofort mit fünf Punkten in Folge deutlich (48:42, 2. Min.). Die Verteidigung um die beiden Konsek-Brüder funktionierte nun reibungslos und die beiden Guards Pajonk und Wenzel übten ordentlich Druck auf die Spielgestalter des VfL aus. Durch viel Laufarbeit und gute Antizipation machte man Angriff um Angriff der Gäste bereits im Ansatz zunichte und erlaubte diesen ab der dritten Minute des vierten Viertels keinen einzigen Punkt mehr. Bereits einige Minuten vor dem Ende konnte Brackmann kräftig durchwechseln und die Spielzeit somit ausgeglichen gestalten. Auf den Spielfluss hatte dies keine Einwirkung und Herne beendete das Spiel mit einem 13:0-Lauf (61:45, 40. Min.).

Fazit: Gleich doppeltes Glück hatte Herne am vorletzten Spieltag der Saison. Wären die Gäste aus Bochum besser in Form gewesen, hätte der katastrophale Start des HTC bereits das Schicksal der Heimmannschaft besiegeln können. Zum Glück konnte der erneute Fehlstart durch einen Kraftakt und viel Siegeswillen egalisiert werden. Und ebenfalls zum Glück der Herner fand man noch rechtzeitig ins Spiel und knickte auch am Ende nicht mehr ein.
Teamwork, Einsatzbereitschaft und eine ausgeglichene Leistung aller Herner Spieler brachte am Ende den erhofften Erfolg gegen das Überraschungsteam der Liga. Wie eigentlich immer wenn sich Herne diszipliniert und konzentriert präsentiert, musste man sich auch an diesem Tag nicht vor dem Gegner verstecken. Aber bis diese Information in den Köpfen der Spieler angelangt war, verging zuviel Zeit, die dem HTC an einem anderen Tag auch gut und gerne das Genick hätte brechen können. Doch in diesem Fall ist ja noch mal alles gut gegangen. Es bleibt abzuwarten, wie Herne in der kommenden Woche beim Saisonfinale in Schwerte auftreten wird. Zwar ist der HTC im Duell mit dem Tabellenletzten der klare Favorit, aber dass man mit dieser Rolle nicht gut umgehen kann, hat man in dieser Saison bereits mehrmals beobachten können. Zusätzlich hatte Schwerte die gesamte Saison mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen und wird sich in eigener Halle nicht kampflos geschlagen geben. Und für Herne geht es immerhin noch darum den fünften Tabellenplatz zu sichern, denn theoretisch kann dieser noch gegen den TV Werne2 verloren gehen. Lassen wir uns überraschen, wie Herne die Saison 2012/2013 beendet...

Scoring: Wenzel13/2/3-4; Konsek, A. 13/3-10; Biermann 10/0-2; Badziong 7/1; Korschek 7/1-2; Uttich 5/1/2-2; Pajonk 4; Konsek, D. 2/2-2; Klems, DeLaCruz


 18.03.2013 Landesliga 5 Herren
Gut ist nicht gut genug - HTC verliert trotz kämpferischer Leistung in Werne

TV Werne 2 - HTC 60:55 (19:15, 13:15, 14:13, 14:12)

In Werne konnte der Jupp Heynckes des HTC, auch als Martin Brackmann bekannt, wieder mal nur auf sieben Akteure zurückgreifen, von denen auch noch zwei angeschlagen in die Partie gingen. Trotzdem begann der HTC das Spiel in der ungeliebten Halle in Werne hoch motiviert. Auch wenn die gute Verteidigung der Gastgeber den Hernern das Leben sehr schwer machte, endete diese durch die anfangs äußerst strenge Linie der Schiedsrichter meistens in einem Foul. Leider blieben die Schiedsrichter im weiteren Verlauf dieser Linie nicht konsequent treu. Zu Beginn liefen die Systeme der Werner recht gut und die Hausherren setzten sich schnell auf 12:5 ab (6. Min.). In der Verteidigung wurde allerdings etwas zu aggressiv zu Werke gegangen, was Herne von der Freiwurflinie ausnutzte und sich zum Viertelende wieder herankämpfte. In der ersten Auszeit wurde vor allem die Offensiv-Taktik überdacht und man nahm sich vor schneller den Abschluss zu suchen um die extreme Help-Side des TVW wirkungslos zu machen. Dies setzte Alexander Uttich mit 10 Punkten in Serie vorbildlich um. Die Verteidigung des HTC klappte nun auch deutlich besser und man gestattete dem Heimteam in den ersten fünf Minuten des zweiten Viertels gerade mal einen Feldkorb (21:21; 15. Min.). Ab diesem Moment entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, aus dem Werne eine knappe Führung mit in die Halbzeit nahm (32:30; 20. Min.).
Zu Beginn der zweiten Hälfte passierte genau das, was man eigentlich vermeiden wollte: der HTC verlor vollends den Faden und ließ den Gegner über einen 9:0-Lauf erstmals etwas deutlicher in Führung gehen (44:34; 26. Min.). Was Herne in dieser Phase auch versuchte, es ging daneben. Zusätzlich war einer der beiden “Unparteiischen“ der Ansicht, dass jegliche Ballberührung von Alex Konsek einen Regelverstoß darstellte und nahm somit einen der wichtigsten Akteure des HTC vollkommen grundlos aus dem Spiel, während sein starker Gegenspieler Langos anscheinend zusätzlich einen Freifahrtschein besaß. Doch zur rechten Zeit sprangen Konseks Mitspieler in die Bresche und legten nun ihrerseits eine Aufholjagd aufs Parkett, bei dem Domenikus Konsek und Jascha Korschek mehrfach punkten konnten. Vor dem Schlussabschnitt war Herne wieder im Spiel (46:43; 30. Min.).
Das letzte Viertel war zwar kämpferisch bombenstark, allerdings verpasste man zu viele leichte Gelegenheiten in der Offensive um erstmals in der Partie in Führung zu gehen. Zu oft wurde der Ball gegen die Werner Ganzfeld-Zonen-Press verloren um das Spiel für Herne entscheiden zu können. Am Ende forderte die viele Spielzeit der dezimierten Herner seinen Tribut und dem Brackmann-Team blieb nichts anderes übrig, als auf eine Stop-the-Clock-Taktik zurückzugreifen. Leider blieb der Gastgeber nervenstark und verpasste dem HTC somit endgültig den Todesstoß (60:55; 40. Min.).
Fazit: Trotz des dezimierten Kaders verkauft sich der HTC in Werne sehr gut. Die schlechte Feldwurfquote wurde durch viel Drang zum Korb und eine gute Freiwurfquote ausgeglichen. Leider lässt Herne durch Unkonzentriertheit viele leichte Punkte liegen und verliert gegen die Werner Pressverteidigung zu oft den Ball. Zusätzlich leistete der Werner Stammschiedsrichter, dessen äußerst fragwürdige Pfiffe des Öfteren zur Erheiterung der gesamten Halle beitrugen, seinen Beitrag zum Sieg der Heimmannschaft. Trotzdem lag es vorrangig am HTC, dass man an diesem Wochenende ohne Punkte blieb. Es wurde einfach etwas zu lange gebraucht um zum eigenen Spiel zu finden und am Ende lief der Brackmannschen Truppe die Zeit davon. Allerdings lieferte man eine gute Leistung ab, auf die man in den verbleibenden beiden Partien nach der Osterpause aufbauen kann!

Scoring: Uttich 13/5-6; Korschek 12/6-6; Konsek, A. 8/6-8; Pajonk 8/2-3; DeLaCruz 7/1-2; Konsek, D. 5/1-2; Badziong 2
 13.03.2013 Landesliga 5 Herren
Zuhause ist, wo das Herz am stärksten schlägt - HTC erkämpft sich Punkte gegen SVD Dortmund Derne 3

HTC : SVD Dortmund Derne(3) 58:53 (12:13; 19:15; 17:13; 10:12)

Am 18. Spieltag der laufenden Saison gastierte die dritte Mannschaft des SVD Dortmund Derne in der MCG-Arena. Leicht ersatzgeschwächt und ohne Coaching-Legende Brackmann, der zeitgleich mit der 5. Damenmannschaft in Lünen spielte, warfen sich die Lokalmatadoren unter Führung von Ersatztrainer Badziong und Mannschaftskapitän Daniel Pajonk in die verteidigungsintensive Partie.
Trotz schwachen Starts beider Kontrahenten zeichnete sich bereits in der Anfangsphase der Begegnung ab, dass Alexander Konsek besonders guten gefrühstückt hatte. Mit sechs Zählern im ersten Viertel sorgte das "Arbeitstier" in den Reihen der Herner dafür, dass man im ersten Viertel auf Tuchfühlung blieb. Derne, die mit ihren großen und erfahrenen Centern recht kompakt unter dem Korb standen, machten der Heimmannschaft zwar das Leben sehr schwer, doch Konsek hielt unter den Brettern mit aller Macht dagegen. Leider funktionierte die Herner Verteidigung zu Beginn nicht wie erhofft und den Gästen gelangen immer wieder leichte Punkte durch freigespielte Würfe (12:13; 10. Min.).
Im zweiten Durchgang wechselte Badziong kräftig durch und stellte den Dortmundern immer unterschiedliche Spielerformationen entgegen, so dass die Gäste sich auf keinen Spielstil des HTC einstellen konnten und mehrfach aus dem Konzept gebracht wurden. Der verletzungsbedingt angeschlagene Felix Wenzel brachte nun neue Energie auf das Spielfeld und wirbelte die Verteidigung der Gäste ordentlich durcheinander. Jeweils ein Dreier von jedem der drei Herner Guards DeLaCruz, Pajonk und Wenzel zwangen die Derner ihre Zonenverteidigung aufzugeben und fortan mit einer Manndeckung zu agieren. Somit wurde für Herne in der Zone die Freiräume geschaffen, um fortan mehr zum Korb zu ziehen, wofür sich vor allem Irbin DeLaCruz mit sieben Punkten in Folge bedankte. Gutes Zusammenspiel und intelligent ausgespielte Pick&Roll-Situationen zwischen Wenzel und den starken Bankspielern Domenikus Konsek und Jörg Klems sicherten den Gastgebern zur Halbzeit eine knappe Führung (31:28; 20. Min.).
In der Halbzeit wurde die Derner Spielweise eingehend analysiert und die vermeintlichen Schwachstellen ausgemacht. In dem Vorhaben diese konsequent auszunutzen und somit den Heimsieg einzufahren, ging es nun in den zweiten Durchgang. Die HTC-Fünf setzte dieses Vorhaben nun von Beginn an um und konnte sich über einen 8:2-Lauf absetzen (42:34; 27. Min.). Besonders Tobias Biermann verdiente sich hierbei mit sechs Punkten in diesem Viertel und viel Laufeinsatz seine Lorbeeren, während die Herner Center um Klems und die "Konsek GmbH" ihre Gegenspieler nun besser in den Griff bekamen und ein ums andere mal den Kampf unter dem Korb für sich entscheiden konnten (48:41; 30. Min.).
Im letzten Viertel gaben sich die erfahrenen Derner anfangs trotz des Rückstandes recht unbeeindruckt und blieben ihrer Linie treu. Ins Herner Spiel kam hingegen zunehmende Orientierungslosigkeit, wodurch man den Gästen aufgrund mehrerer Fehlpässe erlaubte zurück ins Spiel zu kommen (50:49; 38. Min.). Badziong reagierte umgehend mit einer Auszeit in der er zu Konzentration im Angriff, sowie erhöhtem Verteidigungseinsatz aufforderte, und seine Feldspieler erneut auf die bislang erfolgreich ausgespielten Stärken hinwies. Mit Erfolg: Trotz des endgültigen Ausscheidens von Offensiv-Motor Wenzel, dessen Verletzung erneut aufbrach, raffte sich die Herner Truppe in den letzten Minuten zusammen und zeigte dem SVD, wer in der MCG-Arena die Hausherren sind. Starke Verteidigung, wichtige Reboundarbeit, eine gute Trefferquote aus der Mitteldistanz und die viel zu oft vermisste Sicherheit von der Freiwurflinie (12/16; 75%) verschafften dem HTC kurz vor Spielende wieder eine kleine Führung (54:49; 39. Min.). Derne stemmte sich zwar noch mal gegen die drohende Niederlage, allerdings mit einer ideenlosen Offensive und vielen Kopf-durch-die-Wand-Aktionen, welche die gut stehende Verteidigung um Alexander Konsek mühelos aushebelte. Im Angriff brachten zwei weitere Treffer aus der Bedrängnis durch Alex Uttich und den, aufgrund der frühen Foulbelastung größtenteils zum zugucken verdammten Jascha Korschek, Herne auf die Siegerstrasse. Die Derner Schützen wurden in den letzten Sekunden konsequent zugemacht und den Schlusspunkt setzte Daniel Pajonk mit einem No-Look-Fastbreak-Pass auf Alexander Konsek, der die Ganzfeldpresse und den damit verbundenen letzten Strohhalm für die Gäste bereits im Ansatz zunichte machte und das Spiel endgültig entschied (58:53; 40. Min.).
Fazit: Die passendste Einschätzung der ersten Herrenmannschaft des Herner TC in dieser Saison ist, dass diese Mannschaft absolut nicht einzuschätzen ist. Nach der Negativleistung in Hamm, rehabilitiert sich die Brackmannsche Truppe in einem vorbildlich disziplinierten und kämpferisch großartigen Spiel gegen ein starkes und körperlich überlegenes Derner Team um Altroutinier Peter Radegast. Der an diesem tag stets zuverlässige Alexander Konsek "pushte" seine Mitspieler zu einer geschlossen starken Mannschaftsleistung, welche am Ende verdientermaßen mit einem Sieg belohnt wurde und zu dem jeder Spieler seinen Teil beitrug. Wäre diese Einstellung, Teamgeist und Einsatzbereitschaft in jedem Spiel der Saison gezeigt worden, hätten so einige Niederlagen verhindert werden können...
Doch vergebenen Chancen zu betrauern hat noch niemandem etwas gebracht. Stattdessen sollte sich die Mannschaft nun auf die drei noch ausstehenden und alles andere als leichten Partien gegen Werne 2, Astrostars 4 und die Turnerschaft aus Schwerte konzentrieren um zum Saisonende noch das bestmögliche Ergebnis herauszuholen!

Scoring: Konsek, A. 16/8-12; Biermann 8; Korschek 8/4-4; DeLaCruz 7/1; Pajonk 6/2; Wenzel 5/1; Klems 4; Uttich 2; Konsek, D. 2; Winkelmann (n.e.); Badziong (n.e.)

 12.03.2013 Landesliga 5 Herren
Schwach angefangen und stark nachgelassen - HTC gerät in Hamm unter die Räder

SSV Hamm – Herner TC 66:49 (15:16; 14:11; 26:10; 11:12)

Eine Woche nach dem starken Heimsieg gegen Lippstadt musste der HTC die lange Reise durchs Schneegestöber zu den Baskets aus Hamm antreten. Unglücklicherweise hatte fast die gesamte Herner Center-Garde seine Teilnahme an der Partie abgesagt und Trainer Brackmann konnte nur auf eine "kleine" Aufstellung zurückgreifen. Doch die Stärke der Baskets lag in diesem Spiel nicht unter den Körben...
Man startete wie bereits in der Vorwoche sehr verhalten in die Partie. Obwohl die Korbanlage sich bereits beim Aufwärmen als gewöhnungsbedürftig herausgestellt hatte, suchte der HTC anfangs vor allem sein Heil in Würfen von außen, die leider größtenteils ihr Ziel verfehlten. Zum Glück waren die als sehr heimstark bekannten Gastgeber auch nicht von Anfang an im Spiel und die Partie gestaltete sich zwar nicht attraktiv, aber zumindest noch spannend (15:16; 10. Min.). Das zweite Viertel war dann eher von Serien geprägt. Zuerst spielte sich Herne etwas in Front (18:22; 16. Min.), dann zog Hamm nach (29:22; 7. Min.) und zum Ende des Viertels kämpfte der HTC sich wieder heran (29:27; 20. Min.).
Nach der Halbzeit wollte der HTC mit mehr Einsatz zu Werke gehen und die nun bekannte Spielweise der Hammer besser zu verteidigen. Doch das ging leider gehörig nach hinten los. Bis zur fünften Minute des dritten Viertels konnte man noch mit den Gastgebern mithalten, bevor das Spiel des HTC komplett einknickte. Von der einen auf die andere Minute war von Laufarbeit und aggressiver Defense bei Herne nichts mehr zu sehen. Unbedrängt ließ man Hamm nun den eigenen Korb attackieren, obwohl man bereits auf Mann-Mann-Verteidigung umgestellt hatte, während man selber meist Probleme hatte den Ball über die Mittellinie zu bringen, geschweige denn mal ein System durchzuspielen. Wenn Herne mal zu einem freien Abschluss kam, hatte man leider auch kein Wurfglück und der Ball sprang wieder aus dem Korb heraus. Hamm witterte die Chance das Spiel vorzeitig zu seinen Gunsten zu entscheiden und nutzte diese auch gehörig aus. Während der HTC das Basketball spielen nahezu komplett einstellte, erarbeitete sich der SSV über viel Einsatz in der Verteidigung mehrere Ballgewinne und nutzte diese durch Fast-Breaks zu einem 19:2-Lauf (55:37; 30. Min.).
Das Spiel war entschieden und Hamm hatte seinen Gästen durch viel Einsatz und Laufarbeit den Schneid abgekauft. Zu allem Unglück fiel ab dem dritten Viertel auch noch Mannschaftskapitän Wenzel verletzungsbedingt aus und besiegelte damit das Schicksal des HTC endgültig. Doch Zumindest ließen sich die Herner im letzten Viertel nicht komplett abschlachten, sondern lieferten den Baskets bis zur letzten Minute einen harten Kampf. Besonders Irbin DeLaCruz erarbeitete sich in dieser Phase den Respekt seiner Mitspieler, indem er unbeachtet des Spielstandes bis zur Schluss-Sirene mit allem was er hatte für seine Farben kämpfte. Das der HTC das letzte Viertel knapp gewinnen konnte (11:12), war allerdings nur ein kleiner Wehrmutstropfen. Sowohl Spieler, als auch Trainer waren aufgrund der eigenen Negativ-Leistung bedient und traten mit leeren Händen den Heimweg an.
Fazit: Das Spiel des HTC bleibt weiterhin schwankend. Wechselnde Aufstellungen und krankheits- oder berufsbedingte Ausfälle, sowie die oftmals geringe Trainingsbeteiligung verhindern ein konstant routiniertes Zusammenspiel untereinander und die teilweise mangelnde Laufbereitschaft bricht der Brackmannschen Truppe zu oft das Genick. Auch in dieser Partie hatte man zwar keinen guten Start, aber immerhin hielt man sich im Spiel. Sich dann innerhalb von fünf Minuten dermaßen auseinandenehmen zu lassen zeigt nur, dass die Mannschaft phasenweise nicht weiss wie sie agieren soll. Dies manifestiert sich leider in unkonzentriertem Offensiv- und nachlässigem Defense-Spiel, was wie in diesem Fall ein Spiel binnen weniger Minuten entscheiden kann. Es bleibt dabei: Konzentration, Disziplin, Laufarbeit und Kampfgeist über 40 Minuten. Kann Herne alles in einem Spiel umsetzen, ist man in diesem Jahr in der Lage gegen jeden Kontrahenten zu gewinnen. Doch gelingt dies nicht, oder nur teilweise, kann man auch genauso leicht unter die Räder geraten wie am 16. Spieltag in Hamm!
Nach einem spielfreien Wochenende geht es für die erste Herrenmannschaft am Sonntag den 10.03. (16Uhr) zuhause gegen den SVD Dortmund Derne 3, der nach einem schwachen Start nun mit kompletten Kader spielt und sich beim HTC für die Niederlage im Hinspiel revanchieren möchte. Doch wie heisst es so schön: Neues Spiel - Neues Glück!

Scoring: Korschek 10; Uttich 9/3-5; Biermann 7/3-8; Wenzel 6/0-2; Badziong 6/2; DeLaCruz 4; Winkelmann 4; Pajonk 3/1-2
 18.02.2013 Landesliga 5 Herren
Totgesagte leben länger - HTC beendet Durststrecke gegen Lippstadt

HTC - LTV Lippstadt 76:49 (15:20; 16:16; 22:9; 23:12)

Nur acht Spieler des 14-Mannkaders standen am 15. Spieltag der laufenden Landesligasaison für den HTC auf dem Meldebogen. Glücklicherweise konnten die Gäste aus Lippstadt ebenfalls nur acht Spieler ins Rennen schicken. Die Folge war ein hitziges "Auge-um-Auge-Spiel" in der wieder einmal gut gefüllte MCG-Arena.
Doch zu Beginn sah es für die Lokalmatadoren gar nicht so rosig aus. Eine hohe Fehlerquote aus dem Feld sowie nachlässige Verteidigung ließen die Gäste schnell auf 4:10 davonziehen (4. Min.). Brackmann nahm erneut die, mittlerweile schon gewohnt frühzeitig benötigte, Auszeit und schaffte es seine Spieler zumindest etwas wacher wieder aufs Spielfeld zurückzuschicken. Herne nahm nun langsam Fahrt auf und kämpfte sich über einen 6:2-Zwischenspurt durch das Aufbau-Duo Wenzel und Pajonk wieder ins Spiel. Durch eine erneut miserable Freiwurfquote behielt der LTV zum Viertelende die Nase jedoch vorn (15:20; 10. Min.). Im zweiten Durchgang ging der HTC in der Verteidigung beherzter zur Sache und Lippstadt musste sich jeden Punkt hart erarbeiten. Felix Wenzel zeichnete sich in dieser Phase mit besonders viel Einsatz und Zug zum Korb aus. Die Gästeverteidigung wusste sich meist nur mit Fouls zu helfen, leider wurde dies von Herne weiterhin nur mit mäßigem Erfolg von der Linie genutzt (1.HZ: 12-22FW). Trotzdem hatte der Herner Kapitän zur Halbzeit bereits 12 Punkte für seine Farben erzielt. Leider war Wenzel bislang in der Offensive größtenteils auf sich alleine gestellt und so plätscherte das zweite Viertel munter vor sich hin ohne dass sich am Spielstand großartig etwas änderte (31:36; 20. Min.).
In der Halbzeit sorgte ein spezielles Anti-Stress-Ritual bei einigen Hernern dafür, dass man die zweite Halbzeit mit einem Paukenschlag begann. Erst sorgte Wenzel mit fünf Punkten in Folge für den Ausgleich, kurz darauf setzte Ben Badziong mit einem seiner insgesamt drei Dreiern für den Startschuss zu einem 17:3-Lauf für den HTC (53:41; 29. Min.). Bei den Hausherren wurde nun vorbildlich unter dem Korb und in der Verteidigung gearbeitet wobei sich die Konsek-Brüder mal wieder Bestnoten verdienten, und im Angriff spielte der HTC routiniert durch die eigenen Reihen um am Ende gute Würfe zu finden und zu treffen. Insgesamt hielt man den LTV in diesem Viertel bei neun Punkten und führte zu Beginn des Schlussviertels verdient mit 53:45 (30. Min.). Im letzten Viertel wollten sich die Gäste aus Lippstadt noch mal steigern in der Hoffnung das Spiel noch zu drehen. Doch da hatten sie die Rechnung ohne die HTC-Flügelzange Badziong/Korschek gemacht. Zuerst netzte Badziong erneut 3 Punkte von hinter der 6,75m-Linie ein und Jascha Korschek legte unmittelbar ein 3-Punktspiel obendrauf, indem er einen Mitteldistanzwurf mit Foul versenkte. Durch diesen Einsatz angespornt und den Sieg vor der Nase ließen sich die anderen HTC-ler nun auch nicht lange bitten und Herne zog über einen weiteren 11:3-Lauf davon (64:48; 36. Min.).

Der Drops war gelutscht und der Rest des Spiels nur noch Formsache. In den letzten Minuten sorgten Tobias Biermann und Irbin DeLaCruz noch dafür, dass sich an dem verdient hohen Spielstand nichts mehr änderte und der LTV mit leeren Händen die lange Heimreise antreten musste. Harter Einsatz und eine ausgeglichene, jedoch sehr empfindliche Linie der Schiedsrichter ließen die Schlussminuten der Partie zu einem Freiwurf-Festival werden, bei dem Herne sich weiterhin nicht mit Ruhm bekleckerte (FW: 25-46; 54,35%). In anderen Partien hätte diese für Landesliga inakzeptable Quote einen Sieg sicherlich verhindern können, doch an diesem Tag hat der HTC sich seine Lorbeeren und den Sieg über viel Engagement, Disziplin und Courage mehr als verdient.
Der HTC meldet sich, angeführt von einem bockstarken Felix Wenzel (21 Punkte), mit einem Lebenszeichen zurück in der Liga und hat in den verbleibenden fünf Spielen noch einiges wieder gutzumachen. Am besten fängt man damit direkt am kommenden Samstag (23.02.; 17.30 Uhr) an, wenn man zum Auswärtsspiel zu den heimstarken und durch ein spielfreies Wochenende ausgeruhten Baskets aus Hamm fährt, bei denen man nach dem Erfolg im Hinspiel eine ebenfalls knappe und hitzige Partie erwartet...
Fazit: Nach drei unnötigen Niederlagen und vielen verletzungsbedingten Ausfällen ist der HTC nun anscheinend wieder in der Spur. Einsatzbereitschaft und Siegeswille gepaart mit starker Verteidigung und ausgeglichenem Scoring haben in diesem Spiel den Weg gezeigt, den Herne weiterhin gehen sollte um erfolgreich zu bleiben. Wenn das gelingt und das Langzeit-Manko "Freiwürfe" endlich in einen akzeptablen Bereich zu verbessert wird, ist man für die kommenden Spiele gut gerüstet.

Scoring: Wenzel 21/1/6-10; Badziong 11/3/2-2; Konsek, A. 9/7-14; Biermann 8/2-2; Korschek 8/4-9; Konsek, M. 8/2-6; Pajonk 7/1; DeLaCruz 4/2-3

 04.02.2013 LAndesliga 5 Herren
Brotlose Kunst - HTC verschenkt nach durchwachsener Leistung Punkte im Derby

BC Langendreer - Herner TC 63:61 (12:15; 14:12; 19:23; 18:11)

Ohne ihre beiden Top-Rebounder und Wühlbüffel Alexander Konsek und Alexander Uttich musste Herne am 14. Spieltag der laufenden Landesligasaison beim Angstgegner BC Langendreer antreten. Nachdem man fünf der letzten sechs Begegnungen gegen den BCL verloren hatte, war der Gegner bekannt und die Marschroute von Anfang an klar: den gegnerischen Center Sebastian Kleina und damit die Rebounds kontrollieren! Doch das war leichter gesagt, als getan...
Herne startete konzentriert in die Partie und sammelte die ersten Punkte über die wiedererstartkten Guards Pajonk und Wenzel (4:9; 5.Min.). Wie es sich für ein Derby gehört, war die Anspannung auf beiden Seiten extrem hoch und die Begegnung kam nur langsam in Schwung. Der HTC konnte seine Zonenverteidigung nur suboptimal umsetzen und der BCL kam über einige Distanztreffer wieder ins Spiel (12:11; 7.Min.). Durch mehrere Auswechslungen verschaffte Brackmann seinen Spielern etwas Luft und versuchte gleichzeitig seine effektivste Aufstellung zu finden. Der HTC war seinem Kontrahenten zwar von Anfang an überlegen, konnte jedoch wie so oft nur begrenzt Kapital daraus schlagen. Doch der erste Durchgang endete trotzdem knapp für die favorisierten Gäste (12:15; 10.Min.). Im zweiten Abschnitt verloren beide Teams etwas den Faden und mussten sich durch kämpferischen Einsatz wieder zurück in die Spur bringen. Zuerst setzte der HTC sich etwas ab (26:18; 8.Min.), doch die Gastgeber konterten umgehend mit einem 7:0-Lauf. Obwohl ein Herner Center durch die Auswechslung von Star-Center Kleina sein Missmatch konsequent ausspielte und die Heimmannschaft bereits nach zwei Minuten vier Fouls auf dem Konto hatte, konnte der HTC nicht den verdienten Lohn daraus ziehen. Anstatt die Foulbelastung weiterhin auszunutzen, wurden fortan nur noch Distanzwürfe genommen, wobei der Großteil allerdings sein Ziel verfehlte. Lediglich Jascha Korschek hielt seine Farben mit guten Treffern aus dem Feld in Front. Durch die vielen Fehlaktionen spornte man zusätzlich den Gegner an, der zunehmendes besser ins Spiel kam. Folge: Herne versäumte es erneut sich eine komfortable Führung zur Halbzeit herauszuspielen (26:27; 20.Min.).
Entsprechend scharf war dann auch die Halbzeitansprache, in der Coach Brackmann höhere Konzentration beim Abschluss und mehr Einsatz beim Ausblocken/Rebound forderte. Das zeigte zumindest zu Beginn der zweiten Hälfte Wirkung und Herne verschaffte sich wieder etwas Luft (43:38; 7.Min.). Doch wie bereits in der ersten Hälfte, war der HTC das spielerisch bessere Team, während der BCL mit viel Kampfgeist und unnachgiebigem Einsatz konsequent dagegenhielt. Das Spiel blieb also weiterhin knapp und spannend, wobei die Schiedsrichter sich nun auf beiden Seiten zunehmend zurücknahmen und die beiden Kontrahenten den Sieger der Partie weitestgehend unter sich ausmachen ließen. Obwohl das nun etwas härtere Spiel dem HTC ohne seine beiden Rebound-Monster Alex Konsek und Uttich nicht wirklich in die Karten spielte, blieb man endlich mal souverän genug um die Führung auch in den Schlussabschnitt zu retten (50:45; 30.Min.). Felix Wenzel mit exzellenter Wurfquote und Daniel Pajonk mit unwiderstehlichem Zug zum Korb waren in dieser Phase die Haupt-Protagonisten für Herne.
Eigentlich sah 10 Minuten vor dem Ende alles nach einem Sieg für die HTC-ler aus, doch was dann kam war wieder mal typisch für die Unkonstanz im Herner Spiel. Sämtliche vor dem Spiel und in der Halbzeit angesprochenen Punkte wurden von jetzt auf gleich nicht mehr berücksichtigt und schenkten den Hausherren einen Korb nach dem anderen, während man selber auf dem Spielfeld nur noch durch Passivität auffiel. Die Reboundarbeit wurde komplett eingestellt und die Verteidigung gegen den nun omni-präsenten Kleina ließ mehr als zu wünschen übrig. Zu allem Überfluss schlich sich dann auch noch in der Offensive der "Schlendrian" ein und gleich mehrere Korbleger konnten nicht in Punkte umgemünzt werden um den Willen des BC zu brechen und den Sieg einzutüten. LAngendreer erkämpfte sich zuerst den Ausgleich, ging dann sogar in der letzten Spielminute in Führung (61:58; 40.Min.). Die Herner Nerven lagen blank und man war plötzlich gezwungen zu punkten.
Felix Wenzel avancierte nun zum tragischen Helden der Begegnung. Zuerst verwandelte der Herner Topscorer (19 Punkte) fünf Sekunden vor dem Schlusspfiff einen äußerst schwierigen Dreier gegen den größentechnisch überlegenen Kleina zum Ausgleich, nur um 0,3 Sekunden vor dem Ende mehr als unglücklich ein Foul beim Rebound angehängt zu bekommen. Verheerend daran: Herne hatte bereits die Teamfoul-Grenze erreicht und der BCL bekam somit zwei Freiwürfe zugesprochen. Langendreer nahm dieses Geschenk dankend an und verwandelte eiskalt beide Freiwürfe zum Endstand von 63:61.
Fazit: Der HTC wurde an diesem Tag mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Ein spielerisch eigentlich überlegenes Brackmann-Team lässt sich durch mangelnde Konsequenz in der Offensive, fehlenden Einsatz beim Rebound und unkonzentrierte Aktionen am Ende noch den Schneid abkaufen und verliert diese kampfbetonte Partie zu Recht. Obwohl man vorher darauf hingewiesen hatte, dass die Reboundarbeit vermutlich das Spiel und am Ende auch den Sieger ausmachen würde, vernachlässigte der HTC dies auf das gesamte Spiel gesehen einfach zu oft. Gerade in der Schlussphase wo es drauf ankam, war Bochum galliger und kämpfte mit allem was man noch zu bieten hatte. Zweite und sogar dritte Wurfchancen waren für Langendreer in diesem Spiel keine Seltenheit, sondern eher Standard. Vor allem der Angstgegner und Schlüsselspieler des BCL Sebastian Kleina wurde wieder einmal nicht intensiv genug verteidigt. Mehrere male hätte Herne frühzeitig den Sack zumachen und das Spiel für sich entscheiden können, war dazu jedoch einfach nicht in der Lage.

Herne in der Krise: Nach einer spielerisch schlechten und unmotivierten Leistung gegen Unna, folgte eine motivierte, jedoch spielerisch immer noch unterklassige Vorstellung gegen den VfL3 und nun gegen Langendreer hat man sich zwar technisch gesteigert, dafür jedoch leider den unbändigen Siegeswillen für den Herne bekannt ist zuhause gelassen. Es bleibt also zu hoffen, dass der HTC es nach dem spielfreien Karnevalswochenende endlich mal hinbekommt beide Voraussetzungen für einen Sieg unter einen Hut zu kriegen und zu alter Form zurückzufinden. Momentan befindet man sich nach sehr gutem und zuletzt drei Niederlagen in Folge Start im Niemandsland der Tabelle (6S-6N; 5. Platz), aus dem man sich in den verbleibenden sechs Partien selber wieder herauskämpfen muss um die Saison einigermaßen akzeptabel abschließen zu können...
Nächstes Spiel: Herner TC - SVD Derne3 am 16.02.13 in der MCG-Arena

Scoring: Wenzel 19/2/5-6; Pajonk 16/1/1-2; Korschek 15/3-6; Konsek 6/2-2, D.; Biermann 3/1-2; Klems 2; DeLaCruz; Badziong; Tetsch (n.e.)
 31.01.2013 Landesliga 5 Herren
Auswärtsspiel in eigener Halle

-HTC verliert unverdient hoch gegen den Tabellenführer-


HTC – VfL Astrostars 3 49:63 (15:12; 12:23; 17:16; 5:12)

Wieder einmal waren die Voraussetzungen für die erste Herrenmannschaft aus Herne mehr als suboptimal und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.
Insgesamt konnten 7 Spieler in den letzten Wochen krankheits- oder arbeitsbedingt nur unregelmäßig oder gar nicht mittrainieren, darunter gleich beide Aufbau- und Führungsspieler des HTC. Trotzdem musste der HTC am 13. Spieltag 100% Einsatz zeigen um gegen die starken Astrostars 3 aus Bochum ansatzweise mithalten zu können. Gesagt, getan, aber am Ende war auch der kämpferisch starke Einsatz nicht mehr als vergebene Liebesmüh...
Eine interne Aussprache unter der Woche sollte den Teamgeist des Brackmann-Teams wieder etwas mehr in den Mittelpunkt rücken und die Mannschaft so zu besseren Leistungen tragen. Dies wurde auch sehr gut von den Spielern angenommen und umgesetzt, denn an der Einsatzbereitschaft mangelte es den Hernern im Vergleich zur Vorwoche an diesem Spieltag nicht. Eine durch die erwähnten Ausfälle etwas ungewohnte Starting-Five machte von Anfang an Druck in der Verteidigung und zwang die Bochumer zu schlechten Würfen. In der Offensive lief zu Beginn alles nach Plan und Herne verschaffte sich durch einen 8:3-Start etwas Luft. Doch die Astros stünden nicht an der Tabellenspitze, wenn sie sich von einem Fehlstart lange beeindrucken lassen würden. Über einen 6:0-Konter ging der VfL in der 7. Minute erstmals in Führung (8:9) Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich das Spiel zu dem offenen Schlagabtausch, den man von vorherigen Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten gewohnt war, wobei Herne knapp die Nase vorn behielt (15:12; 10. Min.). Leider spielten im zweiten Viertel nur die Gäste auf diesem Niveau weiter, während der HTC sich zunehmendes das Leben selber schwer machte und sich in der Offensive größtenteils durch Unkonzentriertheiten und vergebene Chancen auszeichnete. Folge war ein 19:6-Lauf der Gäste (21:31; 17. Min.). Nach einer Auszeit durch Trainer Brackmann kam man zwar kurzzeitig wieder besser ins Spiel (26:31; 9. Min.), allerdings sorgte die kleine Herner Aufstellung kombiniert mit mangelhaftem Einsatz beim Ausblocken für eine erdrückende Reboundüberlegenheit des VfL, wodurch die Gäste vor der Halbzeit wieder davonzogen (27:35; 20. Min.).
Dementsprechend viel Arbeit hatte Herne in Halbzeit zwei vor sich, für welche Coach Brackmann in der Pause die Marschroute ausgab. Leider sollte der HTC im weiteren Verlauf der Partie gar nicht erst die Möglichkeit bekommen, diese auch umzusetzen. Die beiden Schiedsrichter hatten offenbar keine Lust darauf das Spiel noch mal knapp werden zu lassen und machten, unter lautstarkem Protest der Heimmannschaft und der Zuschauer jegliche Bemühungen der Lokalmatadoren sich wieder heranzukämpfen bereits im Ansatz zunichte. Die harte Verteidigung der Astros beantwortete der HTC mit gleicher Münze, bekam jedoch bei identischen Aktionen im Gegensatz zu den Gästen fast immer ein Foul angehängt. Sprachlosigkeit aufgrund der unverhältnismäßigen Verteilung der Schiedsrichterentscheidungen, sowie daraus resultierende Unruhe und Unsicherheit unter den Feldspielern machte sich breit. Die starke Fullcourt-Presse und Setplay-Verteidigung der eingespielten Bochumer bereitete dem HTC weiterhin starke Probleme im Angriff, während man selber durch das routinierte Offensiv-Spiel des Liga-Primus immer wieder das Nachsehen hatte.
Der Kampfgeist der Herner liess zwar nicht nach, doch gegen 7 Bochumer Feldspieler(!) war die Herner Fünf einfach machtlos. Die eigene gewohnt schlechte Freiwurfquote egalisierte sich größtenteils, da der VfL an diesem Tag ebenfalls eine unterdurchschnittliche Trefferquote an den Tag legte. Die Nachlässigkeiten bei Standard-Situationen des HTC wurden jedoch konsequent bestraft, so dass man sich im gesamten Spiel leider nicht mehr in Schlagdistanz kämpfen konnte (44:51; 30. Min.).
Die einseitige Linie der "Unparteiischen" resultierte im Schlussabschnitt zu einer mehr als fragwürdigen Comedy-Show. Um wohl die Unausgeglichenheit der Entscheidungen zumindest auf dem Anschreibebogen nicht allzu offensichtlich werden zu lassen, wurden fortan auf beiden Seiten in irrelevanten Situationen nur noch lächerliche Entscheidungen getroffen und das Spiel verlor an jeglicher Attraktivität. Kein Wunder, dass erst in der siebten Minute der erste Feldkorb fiel und die Punkteausbeute auf beiden Seiten in diesem Viertel recht mau blieb (5:12), wobei die Bochumer ihre Führung weiterhin verdient ausbauen konnten (49:63; 40. Min.).
Fazit: Die Unfähigkeit der Schiedsrichter und die damit verbundenen einseitigen Entscheidungen haben definitiv Einfluss auf dieses Spiel genommen und dem HTC unnötig viele Steine in den Weg gelegt. Dies allerdings nun als Ausrede für die Niederlage zu benutzen, wäre zu einfach. Dafür hat Herne wieder mal zahllose leichte Korbchancen liegen gelassen und sich von der Freiwurflinie unterklassig präsentiert. Gegen die stärkste Mannschaft der Liga, mit der eindeutig besten Verteidigung der Liga, wäre ein Herner Sieg mehr als überraschend gewesen. Trotzdem spiegelt das Ergebnis nicht wirklich den Verlauf des Spiels wieder. In der Vergangenheit hatte man gegen den VfL zwar meistens den Kürzeren gezogen, allerdings immer eine respektable und unnachgiebige Leistung abgerufen und somit das Spiel spannend und attraktiv gemacht. Diese Möglichkeit blieb in dieser Begegnung leider aus, teils aufgrund der verschiedenen Kriterien mit denen man bemessen wurde, teils weil der Motor der HTC-Herren durch die vielen Ausfälle momentan nicht optimal läuft, aber auch weil man daraus resultierend zu keinem Zeitpunkt in der Lage war dem Gegner ernsthaft Paroli zu bieten (kein Herner punktete zweistellig!). Auch wenn die Höhe der Niederlage neutral ausgedrückt mehr als unglücklich ausgefallen ist, bleibt auch Positives festzuhalten: Im Gegensatz zu dem indiskutablen Auftritt gegen Unna in der Vorwoche, hat der HTC sich als Team wieder besser zusammen gefunden und dies durch kämpferischen Einsatz und mannschaftlichen Zusammenhalt auch deutlich gemacht. Wenn es nicht gerade gegen den Tabellenersten gegangen wäre, hätte die Leistung der Brackmannschen Truppe durchaus für einen Sieg reichen können. Nun muss man sich darauf fokussieren, diese Niederlage nicht überzubewerten und in der kommenden Woche (02.02.13; 19Uhr Halle an der Dördelstr.) ebenso motiviert, mannschaftlich geschlossen und mit dem Kampfgeist, der die ersten Herren des HTC stets ausmachte, ins nächste Derby gegen den BC Langendreer zu gehen. Das Hinspiel konnte in eigener Halle knapp gewonnen werden, doch gerade deswegen wird der Gegner auf Revanche aus sein. Aber Herne hat da zum Glück auch noch ein Wörtchen mitzureden und so langsam wird es allerhöchste Zeit mal wieder einen Sieg einzufahren und damit sowohl Anschluss an das obere Tabellendrittel zu halten, als auch das eigene Selbstbewusstsein für die restlichen Partien der Saison anzukurbeln...

Scoring: Uttich 8/2/2-4; Konsek, A. 7/3-7; Wenzel 7/1-2; Korschek 7/3-6; Winkelmann 7/1-2; Klems 5/1-3; Pajonk 2/2-2; Biermann 2; DeLaCruz 2; Badziong 2; Konsek, D. (n.e.)
 23.01.2013 Landesliga 5 Herren
Wer nicht will, der hat schon - fehlendes Teamplay beschert HTC unnötige Niederlage im Spitzenspiel

TV Unna - HTC 66:59 (16:10; 5:17; 25:18; 20:14)

Am ersten Spieltag der Rückrunde hatte die erste Herrenmannschaft des HTC einiges Widergutzumachen, hatte man doch im Hinspiel gegen den Aufsteiger nach Verlängerung aufgrund eines irregulären Korbes knapp verloren. Doch bereits im Vorfeld wurden die Herner Hoffnungen auf einen Sieg getrübt, da die Starting-Five-Spieler Wenzel und Klems ihre Teilnahme kurzfristig absagten. Trotz allem wären die Punkte und der damit verbundene zweite Tabellenplatz für den HTC machbar gewesen, doch wie so oft legte man sich erneut selber Steine in den Weg...
Nach einer aufgrund des Wetters erschwerten Anreise stellte die Brackmannsche Truppe bereits beim Aufwärmen fest, warum der TVU als sehr heimstark gilt. An die Hallenverhältnisse, die einer Eislaufbahn ähnelten, musste man sich erstmal gewöhnen. Dies gelang leider bis zum Beginn des Spiels nicht wirklich. Entsprechend schlecht startete Herne in die Partie und verfehlte die ersten fünf Feldwürfe, sowie sieben der ersten acht Freiwürfe (gesamt: 11-24; 46%). Da die Hausherren, deren Stärke vor allem bei den Distanzwürfen liegt, an diesem Tag ebenfalls kein Zielwasser getrunken hatten, hielt sich jedoch das Ergebnis des ersten Durchganges noch in Grenzen(16:10; 10. Min.).
Im zweiten Viertel hatte der HTC dann die recht einfach gestrickten Systeme des Gegners durchschaut und legte in der Verteidigung eine ordentliche Schüppe drauf. Besonders engagiert ging dabei Alexander Uttich zu Werke, der durch viel Engagement mehrere Ballgewinne erzielen konnte, die Jascha Korschek (10 Punkte 1.HZ) mehrmals in leichte Punkte ummünzte. Auch unter dem Korb stand man nun besser und erkämpfte sich die Reboundüberlegenheit. Tobias Biermann brachte frischen Wind von der Bank und kurbelte damit zusätzlich das Offensivspiel der Herner an, worauf der TVU bis zur Halbzeit keine Antwort fand. Starke Verteidigung kombiniert mit gutem und vor allem uneigennützigem Zusammenspiel im Angriff bescherten dem HTC zur Halbzeit eine akzeptable Führung (21:27; 20. Min.).
In der Pause lobte Trainer Brackmann den bisherigen Auftritt seines Teams, verlangte jedoch eine anhaltend konzentrierte Leistung. Vor allem freie Würfe des Gegners wollte man in Halbzeit zwei weiterhin unterbinden. Doch der Pausentee bekam Herne alles andere als gut und das dritte Viertel begann katastrophal für den HTC. Trotz guter Vorsätze kam der TVU bereits im ersten Angriff zu einem freien und erfolgreichen Dreipunktewurf. Doch dabei sollte es noch lange nicht bleiben…
Verteidigung war nun beim HTC nicht mehr vorhanden. Tatenlos wurde zugesehen, wie der gegnerische Shooting-Guard heiß lief und 14 Punkte in Folge erzielte (darunter zwei weitere Dreier), ohne auch nur ansatzweise bei seinen Aktionen zum Korb behindert zu werden. Erst durch eine Umstellung auf Manndeckung bekam man den gegnerischen "Heißsporn" wieder in den Griff. Doch weiterhin fehlender Einsatz und mangelnde Absprachen in der Defensive ließen Unna Punkt um Punkt aufholen und stärkten somit das Selbstbewusstsein der Heimmannschaft. Doch so wenig sich die Herner Spieler in der Defensive verantwortlich fühlten, umso mehr wollte nun jeder Einzelne im Angriff mit dem Kopf durch die Wand gehen, anstatt den besser postierten Mitspieler anzupassen. Ende dieser überflüssigen Einzelaktionen waren zumeist leichte Ballgewinne des TVU.
So oft Brackmann auch eine Auszeit nahm und seine Schützlinge darauf aufmerksam machte, dass man im zweiten Viertel lediglich aufgrund von gutem Zusammenspiel dominiert hatte, es wurde auf dem Spielfeld einfach nicht mehr umgesetzt (46:45; 30. Min.).Im Schluss-Viertel stellte man erneut auf Zone um. Dies zahlte sich anfangs aus und der HTC kämpfte sich wieder in Schlagdistanz (57:51; 6. Min.). Der Gegner reagierte ebenfalls und wechselte auf eine kleine, schnelle Aufstellung. Brackmann versuchte dies mit einer erneuen Umstellung auf Manndeckung zu kontern, doch dieses mal blieb der erhoffte Erfolg leider aus. Die rutschige Halle und die pomadig umgesetzte Verteidigung des HTC spielten dem TVU direkt in die Hände und der Gastgeber baute seine Führung kurz vor Spielende wieder aus (61:53; 8. Min.).
Zwei Minuten vor dem Schluss-Pfiff (63:59; 9. Min.), nahm Coach B. seine letzte Auszeit um die Alles-oder-Nichts-Taktik und somit den letzten Strohhalm für den HTC in den letzten Minuten festzulegen. Doch der Frust der eigenen schlechten Leistungen der Feldspieler entlud sich zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt und vor allem zu unrecht auf den Trainer, dessen Worten infolgedessen zum wiederholten mal in dieser Saison kein Gehör mehr geschenkt wurde. Resignierend nahm Brackmann Platz auf der Bank und überließ seine Spieler gezwungenermaßen ihrem Schicksal. Anstatt an einem Strang zu ziehen und gemeinsam nochmal alles für den Sieg zu geben, haderten die HTC-ler nun auch noch untereinander, was der TVU mit einem Lächeln zur Kenntnis nahm und den Sack endgültig zumachte (66:59; 40. Min.).
Fazit: Wieder einmal verschenkt der HTC einen Sieg aufgrund der eigenen Disziplinlosigkeit, welche sich ohne Team-Kapitän Wenzel noch mehr steigerte, als es sonst ohnehin schon der Fall ist. Nach einem schlechten Start hatte Herne das Spiel und den Gegner im zweiten Viertel im Griff. Doch nachlassende Konzentration, mangelnder Einsatz und vor allem Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft, machten die gesamte Arbeit der ersten Hälfte wieder zunichte. Streitigkeiten untereinander und Respektlosigkeit gegenüber dem Trainer liessen den Auftritt des HTC an diesem Tag zu einer blamablen Farce werden. Dieses Verhalten nimmt den Spielern nicht nur den Spaß am Basketball, sondern beschränkt zusätzlich die Leistungsfähigkeit der gesamten "Mannschaft" auf ein Minimum!
Doch wenigstens war die Niederlage im Gegensatz zu dem "unglücklichen" Ausgang des Hinspiels dieses mal mehr als verdient. Solange der Großteil der Herner Mannschaft sein eigenes Ego über den Erfolg des Teams stellt, hat man auch keinen Platz unter den Top-Drei-Teams der Liga verdient!
Durch diese Niederlage rutscht man in der Tabelle nun auf Platz fünf zurück und sollte man keinen Weg finden die schwankenden Leistungen, die einer Berg- und Talfahrt gleichen, endlich in den Griff zu bekommen, ist die Gefahr groß noch weiter nach unten abzurutschen...
In der kommenden Woche (26.01.13, 20Uhr MCG-Arena) kann man sich zumindest nach zwei Auswärtsspielen wieder mal über das Heimrecht freuen. Allerdings wird dieser Vorteil alleine nicht reichen, denn zu Gast sind die VfL-Astrostars 3, welche bislang mit nur einer Niederlage den ersten Tabellenplatz belegen! Um überhaupt eine Chance zu haben den Langzeitkonkurrenten aus der Nachbarstadt zu schlagen, sollte der HTC besser seine Lehren aus dem Debakel in Unna ziehen und sich mit einer verbesserten Einstellung und gestärktem Teamgeist in die Schlacht gegen den Liga-Primus werfen. Es bleibt abzuwarten, was die Wundertüte der 1. Herrenmannschaft am nächsten Spieltag zu bieten hat...

Scoring: Korschek 16/6-10; Pajonk 10/2/0-4; Biermann 10/2-4; Konsek, A. 10/2-2; Uttich 7/1-4; DeLaCruz 4; Badziong 2; Konsek, D. (n.e.)
 16.12.2012 Landesliga 5 Herren
Offense hui - Defense pfui - HTC tut sich schwer gegen den Tabellenletzten, Klems und Wenzel sichern den Sieg

HTC - Schwerter TS 87:76 (21:10; 22:24; 18:15; 26:27)

Das letzte Spiel des Jahres bestritt der HTC vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenletzten aus Schwerte. In den ersten Sieben Minuten der Partie sahen die Zuschauer eine souverän agierende Heimmannschaft, die durch gutes Passspiel, intensiven Verteidigungseinsatz und viel Drang zum Korb früh in Führung ging (10:2; 5. Min.). Ab diesem Zeitpunkt schlich sich jedoch Überheblichkeit ins Herner Spiel, was prompt bestraft wurde. Von der einen auf die andere Sekunde wurde das Engagement in der Defense auf ein Minimum heruntergeschraubt und auch im Angriff schlichen sich mehrere Flüchtigkeitsfehler ein. Lediglich dem überragenden Auftritt von Jörg Klems (8 Punkte im ersten Viertel) war es zu verdanken, dass Herne seine Führung über das Viertel hinaus retten konnte (21:10; 10. Min.). Trotz der ermahnenden Worte in der Viertelpause durch Trainer Backmann änderte sich zunächst nichts am Auftreten der Herner. Immer wieder wurden Gegenspieler ungedeckt gelassen, was die Erfolgschancen einer Mann-Mann-Verteidigung bereits im Grundansatz zunichte machte und den nur mit sieben Spielern angetretenen Schwertern haufenweise leichte Punkte schenkte. So kam es, dass die Turnerschaft aus Schwerte zu Beginn des zweiten Durchgangs einen 15-4-Lauf hinlegte (25:21; 13. Min.). Höchste Zeit für Felix Wenzel ins Geschehen einzugreifen. Der an diesem Tag aus taktischen Gründen von der Bank kommende Guard des HTC erzielte in den nächsten sechs Minuten 10 Punkte, darunter zwei Dreier und stoppte damit den Lauf der Gäste fast im Alleingang. Ab diesem Zeitpunkt entschieden sich die Schiedsrichter leider Fouls grundsätzlich nur noch gegen die Heimmannschaft zu pfeifen. Folge daraus waren 13 zu 0 Freiwürfe für die Gäste im zweiten Viertel, wodurch sich die Führung des HTC zur Halbzeit in Grenzen hielt (43:34; 20. Min.).
Trotz der schlecht funktionierenden Defense entschied sich Brackmann gegen eine Umstellung in der Verteidigung und begann die zweite Hälfte stattdessen wieder mit seiner Starting-Five. Doch wieder profitierte Schwerte durch die unzähligen Nachlässigleiten der Lokalmatadoren, von deren anfänglicher Souveränität nun nichts mehr zu sehen war (42:45; 25. Min.). Gerade noch rechtzeitig nahm sich der an diesem Tag vom Pech verfolgte Tobias Biermann ein Herz und hielt seine Farben mit neun Punkten in vier Minuten weiterhin in front. Den Schlusspunkt des Viertels setzte Wenzel mit einem weiteren Dreipunktetreffer (61:49; 30. Min.). Zu Beginn des Schlussabschnitts erarbeitete sich Herne mit 18 Punkten die höchste Führung des Spiels und hätte von da an eigentlich nur noch die Uhr runterspielen müssen um einen Sieg in angemessener Höhe sicherzustellen. Doch leider hatten die Brackmannschen Schützlinge nichts aus den Fehlern der ersten Halbzeit gelernt und ließen die STS erneut in Schlagdistanz kommen. Kaum noch vorhandene Defense, kopflose Ego-Aktionen im Angriff und die extrem einseitigen Pfiffe der Schiedsrichter sorgten dafür, das Schwerte sich über einen 15:5-Run wieder auf acht Punkte herankämpfte (68:58; 34. Min.). Doch gegen das in Topform spielende Aufbau-Center-Duo Wenzel/Klems war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Durch einen weiteren Wenzel-Dreier gefolgt von einem punkt-genauen Fast-Break-Pass auf Klems, der mit einem krachenden Dunking abschloss, setzte der HTC die Weichen endgültig auf Sieg. Durch diese Aktion des Spiels zog man drei Minuten vor dem Ende auf 13 Punkte davon und die anschließende Press-Verteidigung von Schwerte bereitet Herne anfangs zwar Probleme brachte den Sieg jedoch nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Die schlechte Trefferquote der Auswärtsmannschaft und Klems Nervenstärke von der Freiwurflinie bescherten dem HTC ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk nach einer ganz gar nicht überzeugenden Leistung. Aber wie sagt man so schön: am Ende kackt die Ente und nur der Sieg zählt!
Die äußerst auffällige einseitige Foulverteilung (HTC: 32; STS: 17) und die daraus resultierenden Freiwürfe (HTC: 20; STS: 43) bleiben an dieser Stelle unkommentiert.
Fazit: Wann lernt Herne endlich auch mal mit einer Favritenrolle umzugehen? Ein ersatzgeschwächter Gegner, der dem aktuell Tabellendritten HTC im Normalfall keine Probleme bereiten dürfte, schafft es Herne in eigener Halle bis in die Schlussminuten zu fordern. Mehrmals hätte die Brackmannsche Truppe den Sack frühzeitig zumachen können, stellte sich jedoch immer wieder selber ein Bein. Unbedachtheit und fehlendes Engagement in der Verteidigung waren an diesem Tag ausschlaggebend für das verhältnismäßig knappe Ergebnis, dass bei einer besseren Freiwurfquote der Gäste (FW20/43) auch anders hätte aussehen können. Lediglich den Glanzauftritten von Klems und Wenzel (zusammen 47 Punkte!) war es zu verdanken, dass der HTC am Ende als verdienter Sieger vom Feld ging. Zukünftig muss weiter daran gearbeitet werden, die eigenen Stärken konsequent auszuspielen und in den Dienst der Mannschaft zu stellen...
Zuvor verabschiedet sich die Mannschaft von Trainer Brackmann mit einer Bilanz von sechs Siegen zu drei Niederlagen in die Winterpause. Allerdings wäre es besser, wenn die Spieler des HTC über die Feiertage nicht allzu viel Abstand von ihrer Sportart nehmen würden, denn am ersten Spieltag des neuen Jahres und der Rückrunde spielt man auswärts beim TV Unna um den zweiten Tabellenplatz (26.01.13; 20Uhr). Und mal davon abgesehen, dass man gegen den TV aufgrund der knappen Hinspiel-Niederlage (72:74) noch einiges gutzumachen hat, wird gegen die heimstarken Unneraner eine halbherzige Teamleistung wie am 9. Spieltag gegen Schwerte aller höchstwahrscheinlich nicht zum Sieg genügen. Allerdings wäre es nach der unterirdischen Leistung gegen Werne und den beiden mehr oder weniger überzeugenden Arbeitssiegen der letzten zwei Wochen mal wieder allerhöchste Zeit für den HTC zu beweisen, dass man zum Favoritenkreis der Liga zählt und auch zu entsprechenden Leistungen fähig ist...
Ein besonderer Dank gilt zum Jahresende den Zuschauern des HTC, auf deren lautstarke Unterstützung auch in dieser Saison wie gewohnt Verlass ist.
Die erste Herrenmannschaft des HTC wünscht allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013!!!

Scoring: Klems 25/5-6; Wenzel 22/4/2-3; Biermann 11/1-2; Konsek, A. 9/1-2; Korschek 5/1-2; Pajonk 5/3-4; Uttich 4/0-1;
Schulte 4; DeLaCruz 2; Badziong (n.e.)
 10.12.2012 Landesliga 5 Herren
Eine Seefahrt die ist lustig – HTC erkämpft sich nach extremen Leistungsschwankungen Comeback-Sieg in der Rundsporthalle

VfL Astrostars 4 - HTC 55:61 (21:12; 7:18; 17:10; 10:21)

Am vorletzten Spieltag des Jahres stand für die erste Herrenmannschaft des HTC das Auswärtsspiel beim Tabellendritten VfL Astrostars 3 an.
Nach der katastrophalen Leistung in der Vorwoche wollte man sich in diesem Spiel mehr auf die eigenen Stärken konzentrieren und durch eine starke Teamleistung überzeugen. Doch wie so oft, kam es auch dieses Mal ganz anders...
Alles was sich die Brackmannschen Schützlinge vorgenommen hatten, war pünktlich zum Sprungball wieder vergessen. Eine Halbherzige Defense und eine schlechte Wurfauswahl in der Offensive hielten den HTC bis zur vierten Minute ohne Punkt, während die Bochumer eiskalt auf 14:0 davonzogen. Ein erneutes Debakel bahnte sich an und der Herner Trainer reagierte gezwungenermaßen mit einer Auszeit. Dann offenbarte sich, dass die Starting-Five wohl lediglich ein geschicktes Täuschungsmanöver vorgenommen hatte um den Gegner in Sicherheit zu wiegen…
Nach ein paar scharfen Worten durch den Übungsleiter und einer Umstellung auf Mann-Mann-Verteidigung, kam eine komplett andere Herner Mannschaft zurück aufs Spielfeld. Ab diesem Zeitpunkt war Herne endlich im Spiel und hatte bereits einiges wieder gut zu machen. Jascha Korschek markierte nun einige Zähler aus der Mitteldistanz, während Alexander Uttich stark am Rebound arbeitete und mehrere zweite Wurfchancen für seine Farben verwertete. Die verdutzten Bochumer taten sich nun zunehmendes schwerer und der HTC kämpfte sich über einen 8:0-Lauf wieder einigermaßen in Schlagdistanz. Trotzdem ging das Viertel deutlich an die Gastgeber (21:12, 10. Min.).
Im zweiten Viertel konterte der HTC die kleine Aufstellung der Bochumer indem man nun mit Wenzel und DeLaCruz erstmals mit zwei Guards gleichzeitig spielte und dies zahlte sich aus. Die beiden Herner Playmaker machten von Anfang an Druck auf dem Spielfeld und animierten so auch ihre Mitspieler zu Höchstleistungen. DeLaCruz arbeitete mit viel Einsatz und Herzblut in der Defensive und Wenzel koordinierte die Herner Angriffs-Maschine mit guten Pässen und seinem starken Zug zum Korb, was mit 12 unbeantworteten Punkte für Herne belohnt wurde. In der Verteidigung wurde jetzt ebenfalls voll zur Sache gegangen und jeder Ball wurde hart erkämpft.
Einen besonders guten Tag erwischt hatte Jascha Korschek, der mit 10 Punkten in der ersten Halbzeit großen Anteil daran hatte, dass Herne zum Pausentee erstmals die Führung übernahm (28:30, 20. Min.).
In die zweite Hälfte startete man mit dem gleichem Einsatz, mit dem man aufgehört hatte, leider jedoch mit einer weitaus schlechteren Trefferquote. Was der HTC auch zu Beginn des dritten Viertels versuchte, der Ball wollte einfach nicht durch den Bochumer Korb fallen. Der VfL witterte die Gelegenheit erneut in Führung zu gehen und setzte sich in den ersten sieben Minuten des dritten Viertels über einen weiteren Lauf auf 10 Punkte ab (42:32; 27. Min). Doch die Herner Leistungskurve an diesem tag war so schwankend wie eine Nussschale in einem Südsee-Sturm. Glücklicherweise kam nach der extremen Talfahrt der ersten Minuten nun wieder die Hochphase des HTC. Jörg Klems und Alexander Konsek kämpften jetzt abwechselnd mit vollem Einsatz unter den Körben, verhinderten leichte Punkte der Gegner und angelten sich zahlreiche Rebounds, für die sich ihre Mitspieler mit einem 13:3-Run zum Ausgleich bedankten (47:47; 33. Min.).
Nun begann die hitzige und unerbittlich umkämpfte Crunch-Time dieser Begegnung und der HTC hatte zu Beginn das bessere Händchen. Sechs Punkte in Folge steigerten das Selbstbewusstsein und die Hoffnung auf den Sieg für die "Brack-Männer" (47:53; 37. Min.). Doch auch die Astros gaben sich nicht auf und hielten über ihren starken Center Konstantin Kartaschew dagegen. Es entwickelte sich ein Krimi, der Alfred Hitchcock alle Ehre gemacht hätte. Ungünstigerweise hatte der HTC bereits die Mannschaftsfoulsgrenze überschritten, was der VfL zu leichten Punkten von der Linie nutzte (51:53; 38. Min.).
Die Herner Nerven lagen blank und jeder in der Halle, ob Spieler oder Zuschauer, feuerte seinen Favoriten an, was die Atmosphäre auf dem Spielfeld noch hitziger werden ließ.
"Tragischer Held" der Partie sollte Aufbauspieler Daniel Pajonk werden. Zuerst beging Pajonk ein unnötiges Foul gegen den gegnerischen Topscorer Minnerop, der per Freiwurf ausglich, doch im direkten Gegenangriff machte der Herner Guard seinen Fehler wieder gut, indem er eiskalt und ohne zu zögern einen Dreipunktewurf nahm und versenkte (53:56, 39. Min.). Durch diesen wichtigen Treffer geriet Bochum in Zugzwang. Der Antwort-Dreier verfehlte jedoch sein Ziel und Alex Konsek sicherte den Rebound. Ein langer Pass auf Pajonk wurde sofort weitergeleitet und "Easy-Korschek" baute die Führung 40 Sekunden vor dem Ende mit einem Sprungwurf auf fünf Punkte aus. Nun brach das Chaos aus, denn die Gastgeber brauchten jetzt schnelle Punkte und gingen wieder über ihren Center Kartaschew, der bei einer Korbaktion gefoult wurde und beide Freiwürfe verwandelte (55:58, 40. Min.). Der VfL spielte auf Risiko und verzichtete auf eine Stop-the-clock-Taktik. Doch ein gutes Anspiel auf Uttich zwang den Gastgeber zu einem Foul in der Wurfaktion. Uttich traf zwar nur einen von zwei Versuchen, schuf damit jedoch ein Two-Possession-Game für den VfL (55:59).
Die Astrostars entschieden sich erneut für einen Dreier, der jedoch zum Glück des HTC nur auf dem Ring landete. Herne sicherte sich den Spielentscheidenden Rebound und ein Fastbreak-Pass auf den bereits durchstartetenden Felix Wenzel setzte den Schlusspunkt zugunsten von Herne (Endergebnis: 55:61).

Fazit: Das Team von Head-Coach Martin Brackmann hatte einiges wieder gutzumachen und das ist gelungen. Nach dem Fehlstart hat man sich als Team zurück ins Spiel gekämpft und am Ende den verdienten Sieg eingefahren, an dem jeder Herner Spieler seinen Anteil hatte. Somit rückt der HTC in der Tabelle wieder unter das Top-Trio der Liga. Sollte Herne sich weiterhin darauf besinnen derart intelligent zu agieren und weiterhin die Einsatzbereitschaft hochhalten können, kann man sich in dieser Saison mit jedem Gegner messen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg und "Konstanz" heißt das Schlüsselwort. Nur Konzentration und Disziplin auf dem Spielfeld und der Mannschaft gegenüber können dazu führen, dass man zukünftig an diese Leistung anknüpfen und eigene Schwächen ausmerzen kann. Der HTC hat in dieser Woche ein anderes Gesicht gezeigt, als in der unnötigen Niederlage gegen den TV Werne 2. Doch darauf muss nun aufgebaut werden um zukünftig von der ersten bis zur vierzigsten Minute in jedem Spiel auf einem konstant hohen Leistungs-Niveau spielen zu können.

Das letzte Spiel in 2012 (Sa. 15.12.12, 20Uhr MCG-Arena) bestreitet der HTC zuhause gegen das Tabellenschlusslicht aus Schwerte, die jedoch nach viel Verletzungspech heiß auf ihren ersten Sieg sein werden...

Scoring: Korschek 16; Uttich 12/6-8; Wenzel 11/1; Konsek, A. 6/2-6; Biermann 4/2-6; DeLaCruz 4; Pajonk 3/1; Konsek, D. 3/1-2; Klems 2; Badziong; Winkelmann; Schulte

 05.12.2012 LAndesliga 5 Herren
HTC – TVW 2 45:53 (8:14; 14:5; 8:16; 15:18)

Am drittletzten Spieltag des Jahres befand sich die erste Herrenmannschaft des HTC anscheinend schon in der Winterpause. Die wenigen Zuschauer sahen eine bereits beim Aufwärmen lustlos agierende Herner Mannschaft, die im Gegensatz zu den Gästen aus Werne nicht als Team auftrat. Nachlässige Verteidigung und ideenlose Offensive begünstigten eine schnelle Führung des TVW, die Trainer Brackmann zu einer frühen Auszeit zwang. Doch diese war bereits zur Hälfte verstrichen, bevor alle Spieler des HTC den Weg zu der eigenen Bank bewältigt hatten. Die verbleibenden Sekunden der Auszeit nutzte Brackmann um seine Spieler so gut es ging wachzurütteln, leider nur mit mäßigem Erfolg. Im weiteren Spielverlauf kam Herne zwar etwas besser ins Spiel, lebte jedoch hauptsächlich von Einzelaktionen und Fehlern des Gegners (2:8, 6. Min.).
Im zweiten Durchgang sollte sich nicht viel daran ändern. Neben der peinlichen Trefferquote aus dem Feld wurden Systeme nur halbherzig durchgespielt und von individueller Klasse war im Herner Spiel nichts zu sehen. Als wäre das alles noch nicht genug, folgten nun auch noch unnötige Fouls, welche die an diesem Tag auf Center schwach besetzte Heimmannschaft zusätzlich benachteiligten. Die harte Linie der Schiedsrichter machte dem HTC ebenfalls zu schaffen, doch anstatt sich auf diese einzustellen und entsprechend zu reagieren, zogen die meisten HTC-ler es vor sich über "fehlende Pfiffe" zu beschweren oder den Kopf in den Sand zu stecken. Allein der miserablen Trefferquote des TVW in diesem Viertel verdankte man es, dass man mit einer knappen Führung in die Halbzeit ging (22:19, 2. Min.).
Nach der kurzen Bitte des Trainers nun endlich mal mit "Köpfchen" und erhöhtem Engagement zur Sache zu gehen, ging es ins dritte Viertel: Und tatsächlich wurde das Spiel des HTC in der zweiten Halbzeit etwas besser. Doch immer wieder scheiterten die Gastgeber an der gut stehenden Verteidigung des diszipliniert und konzentriert auftretenden TVW. Entweder wollte man mit dem Kopf durch die Wand, oder freie Wurfchancen wurden verweigert, was dazu führte, dass mehrmals Notwürfe kurz vor Ablauf der 24-Sekunden-Uhr genommen werden mussten, die ihr Ziel allesamt verfehlten. Trotzdem gelang es den Lokalmatadoren irgendwie in Schlagdistanz zu bleiben und zumindest beim Rebound wurde nun besser gearbeitet. Allerdings hatten sich die Gäste ebenfalls wieder gefangen und gewannen das Viertel mit 8:16 (30:35, 30. Min.).
In den ersten sieben Minuten des Schluss-Abschnitts deutete der HTC immerhin über weite Strecken an, warum man sich bis dato auf dem dritten Tabellenplatz befand. Der Ball lief nun etwas besser durch die eigenen Reihen und teilweise wurden Mitspieler gut freigespielt, wodurch mehrere gute Korbchancen entstanden. Die Verteidigung agierte nun auch galliger und die stark aufspielenden Werner Center kamen kaum noch zur Geltung. Langsam aber sicher kämpfte man sich wieder ins Spiel und übernahm sogar in der 7. Minute wieder die Führung (45:43, 37. Min.). Doch das sollte es dann auch gewesen sein mit der Herrlichkeit. Zwei schnelle Ballverluste durch unnötig riskante Pässe bescherten dem TVW den Ausgleich. Brackmann reagierte mit einer Auszeit, in der die weitere Taktik für die verbleibenden drei Minuten vorgegeben werden sollte. Doch aus irgendeinem Grund schien sich der HTC bereits des Sieges sicher zu sein, denn den Worten des Trainers wurde keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Die Folge daraus waren drei weitere Ballverluste in Folge, welche den TVW über einen 10:0-Lauf zum verdienten Sieger machten (45:53, 40. Min.).

Fazit: Am 8. Spieltag stellte der HTC sich selber ein Bein. Anstatt wie in der Vorwoche gegen den SV Derne 3 von Anfang an konzentriert und mit viel Einsatz zu Werke zu gehen, war an diesem Tag die fehlende Motivation und die Uneinigkeit innerhalb der Mannschaft ein ständiger Begleiter des Heimteams. Eine starke, aber schlagbare Werner Mannschaft hatte lediglich den Vorteil von der ersten bis zur letzten Minute disziplinierter und engagierter als der HTC aufzutreten.
Schlechtes Zusammenspiel, fehlender Einsatz, eine schlechte Trefferquote und mangelnde Absprachen in Defense und Offense taten ihr Übriges um den Gästen den Sieg zu schenken. Die Freiwurfquote von 33,33% (6-18) bleibt an dieser Stelle unkommentiert!
Die Mannschaft sollte sich nun Gedanken darüber machen, mit welcher Einstellung und Mentalität man in ein Ligaspiel gehen sollte um überhaupt eine Chance auf einen verdienten (!) Sieg zu haben. Vielleicht nimmt der HTC sich ja ein Beispiel am Auftritt der Gäste aus Werne, die aus ihren begrenzten Möglichkeiten das Maximum herausholten und über 40 Minuten an einem Strang zogen, denn ansonsten bahnt sich am kommenden Wochenende im Spiel gegen die starken Astrostars 4 bereits das nächste Desaster an...

Scoring: Wenzel 10/2-2; Biermann 8/2-6; Korschek 7/1-4; Uttich 7/1-2 Pajonk 5/1; Konsek, A. 4/0-1, Konsek, D. 2/0-3; Badziong 2; DeLaCruz, Tetsch
 19.11.2012 Landesliga 5 Herren
Pflichtaufgabe mit Bravour gemeistert: HTC-Herren geben sich keine Blöße gegen personalgeschwächte Dortmunder

SVD Dortmund 3 - HTC 61:76 (9:27; 15:15; 15:18; 22:16)

Mit viel Respekt fuhr die erste Mannschaft des HTC am 6. Spieltag der laufenden Saison zum letztjährigen Meister aus Dortmund Derne (3.Mannschaft). Zu Unrecht, denn die Gastgeber traten personalgeschwächt nur zu acht auf und hatten den Hernern von Beginn an wenig bis nichts entgegenzusetzen.
Nachdem in den letzten Wochen im Training vermehrt an Laufwegen, Passing und Zusammenspiel gearbeitet wurde, war es nun daran dies auch in einem Wettbewerbs-Spiel umzusetzen. Dies sollte der Brackmann-Fünf vorbildlich gelingen...
Von der ersten Minute an ließen die Gäste den Ball souverän durch die eigenen Reihen laufen und hatten dabei immer den Blick für den besser postierten Mitspieler. Das verbesserte Teamplay zahlte sich aus und zusätzlich sorgte eine starke Defensivleistung dafür, dass sich Herne frühzeitig absetzen konnte (0:10, 4. Min.). Dernes Trainer war bereits bedient und nahm die erste Auszeit des Spiels. Doch Brackmann hatte währenddessen bereits das Missmatch in der Verteidigung gegen Tobias Biermann ausgemacht, der seinem Gegner um Längen überlegen war. Diese Fehler wurde von Biermann, der immer wieder von guten Anspielen seiner Mitspieler profitierte, mit 10 Punkten im ersten Viertel bestraft. Aber auch der Rest der Starting Five ließ sich nicht lange bitten und der erste Durchgang avancierte zu einem Punktespektakel, das durch einen weiteren HTC-10-Punkte-Run zum Ende der ersten 10 Minuten gekrönt wurde (9:27; 10. Min.).
Zum ersten Mal in dieser Saison war man von Anfang an hellwach und nutzte auf allen Positionen seine Vorteile aus. Ob Jörg Klems mit starker Reboundarbeit, Felix Wenzel mit überragender Spielübersicht, Alexander Uttich mit gutem Händchen von außen oder der offensive Herner One-Two-Punch bestehend aus Jascha Korschek und Tobias Biermann, jeder trug seinen Teil zum erfolgreichen Herner Spiel bei. Nachdem Biermann seinen Gegenspieler im ersten Viertel nach Belieben dominiert hatte, stellte der SVD auf Zonenverteidigung um und das Spiel wurde verteidigungsintensiver. Doch Jascha Korschek ließ sich davon nicht beeindrucken. Der Flügelspieler des HTC, der sich in dieser Saison immer mehr zum Go-To-Guy entwickelt und in wichtigen Phasen Verantwortung übernimmt, erarbeitete sich mit viel Einsatz in der Verteidigung mehrere Ballgewinne und verwandelte diese umgehend in leichte Fast-Break-Punkte. Durch die deutliche Führung konnte sich Trainer Brackmann den Luxus gönnen auch den Bankspielern viel Einsatzzeit zu gewähren, wodurch sich jedoch leider auch mehrere Nachlässigkeiten ins Herner Spiel einschlichen. Dortmund kam nun etwas besser ins Spiel und in der Offensive lief bei Herne nun auch nicht mehr viel zusammen. Die Folge war ein 7-2-Lauf des SVD. Doch Brackmann reagierte frühzeitig und brachte vor der Pause Alexander Uttich wieder aufs Spielfeld, der sich sofort mit fünf Punkten in Folge bedankte und die Führung für seine Farben zur Halbzeit nochmal etwas ausbaute (24:42, 20. Min.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm dann Felix Wenzel das Heft in die Hand. War Wenzel bislang hauptsächlich durch Uneigennützigkeit und ein gutes Auge für seine Mitspieler aufgefallen, so zeigte er nun, dass er auch selber punkten kann. Mit sieben Punkten in den ersten Minuten der zweiten Hälfte brachte Wenzel seine Mitspieler von Anfang an wieder in die richtige Spur und verhinderte eine Aufholjagd des SVD damit im Ansatz. Brackmann ließ weiterhin über lange Zeit seine zweite Garde im Spiel und diese rechtfertigten ihre Spielzeit ebenfalls mit viel Einsatz und engagierter Verteidigung und Herne konnte das dritte Viertel knapp gewinnen (37:60, 30. Min.).
Im letzten Durchgang eröffnete der Herner Top-Scorer (24 Punkte) nochmal die "Biermannschen Festspiele", packte sich weitere acht Punkte in fünf Minuten auf sein Konto und knüpfte damit an seine starken Leistungen der letzten Saison an, in der er sich zu den besten Scorern der Liga zählen konnte . Der Drops war gelutscht und Hernes Trainer zeigte Nachsicht mit dem personell gebeutelten SVD indem er im letzten Abschnitt seine Stammspieler erneut größtenteils auf der Bank ließ. Zusätzlich wurde auf eine Kräfte-schonende 2-1-2-Zone umgestellt, welche die Schützen der Gastgeber erstmalig in diesem Spiel zur Entfaltung kommen ließ und Herne sich noch sich noch vier Dreier in den letzten fünf Minuten einfing. Der SVD nutzte zwar die Gunst der Stunde um den Herner Kantersieg durch einen 22-8-Run zum, aufgrund der besonderen Umstände, erträglichen 61:76-Endstand zu verwandeln, doch der vierte Sieg des HTC in Folge geriet dadurch nicht mehr wirklich in Gefahr.
Fazit: In einem Spiel gegen einen Gegner, der an diesem Tag keiner war, bestach der HTC mit einer geschlossen starken Teamleistung. Im Gegensatz zu den letzten Spielen, in denen man sich mehr zum Sieg quälte, zeigte Herne an diesem Tag, dass man auch einen sehr starken, abgeklärten und attraktiven Basketball spielen kann. Die Schlüsselspieler finden langsam wieder zu ihrer Form und auch personelle Ausfälle können mittlerweile adäquat kompensiert werden. Einen Spieler besonders hervorzuheben wäre für dieses Spiel unangemessen, denn am sechsten Spieltag der Landesliga-Saison 2012/2013 war das Team der Star!
Man wird sehen, ob der HTC diese starken Auftritt im nächsten Spiel untermauern kann, denn am 02.12. ist um 16.30 Uhr mit der Zweitvertretung des TV Werne ein schlagbarer, aber unberechenbarer Gegner zu Gast in der MCG-Arena...
Scoring: Biermann 24/2-4; Korschek 15/1-2; Wenzel 14/1/1-3; Uttich 10/2/2-2; Winkelmann 4; Konsek, A. 4; Klems 3/1-2; DeLaCruz 2, Pajonk, Badziong.
 Landesliga 5 Herren
Unter Blinden sind die Einäugigen Könige - Minimal-Prinzip führt zu drittem Sieg in Folge

HTC - SSV Hamm (2) 62:59 (8:10; 15:15; 19:18; 20:16)

Nach dem knappen Erfolg beim LTV Lippstadt in der Vorwoche begrüßte der HTC an diesem Sonntag in eigener Halle die SSV Baskets aus Hamm. Aus dem schwachen Start im letzten Spiel wollte man eigentlich gelernt haben und von Anfang an konzentriert und mit viel Einsatzbereitschaft zu Werke gehen. Soweit die Theorie, doch die Realität sah leider ganz anders aus.

Der HTC ging in dieser Woche ohne den beruflich verhinderten Felix Wenzel, dafür wieder mit den beiden Konsek-Brüdern und Nachwuchsspieler Lukas Schulte in die Partie. Von Beginn an stand man zwar in der Defensive recht gut, in der Offensive leistete man sich jedoch einen Totalausfall. Durch mangelnde Laufarbeit und unkonzentriertes Pass-Spiel machte sich die Heimmannschaft das Leben selber schwer. Anstatt diszipliniert die Systeme durchzuspielen, mutierte das Herner Angriffsspiel zu einem kräftesparenden Steh-Wettbewerb, bei dem niemand so recht die Initiative ergreifen wollte. Das einzig Gute daran war, dass die Gäste in der Offensive ebenfalls nichts gebacken bekamen. So mussten die Anschreiber erst nach ganzen vier Minuten zum ersten Mal aktiv werden und das 2:0 für die Gäste notieren.
Auch eine Auszeit und mehrere Auswechslungen brachten keine Verbesserung ins Spiel. Trainer Brackmann standen bereits früh vor Ratlosigkeit und Unverständnis aufgrund der Leistung seiner Spieler die Haare zu berge (8:10; 10. Min.).
Auch im zweiten Abschnitt zeichnete sich keine Verbesserung im Spielablauf ab, allerdings fiel nun des Öfteren auf beiden Seiten der Ball durch die Reuse, wobei DeLaCruz mit sieben Punkten in diesem Viertel für Herne glänzte. Das Spiel plätscherte vor sich hin ohne das einer der beiden Kontrahenten sich entscheidend absetzen konnte (23:25; 20. Min.).

In der Halbzeit wurden einige Dinge im Herner Spiel klargestellt und auf verbesserungswürdige Punkte hingewiesen. Vor allem die mangelnde Einsatzbereitschaft und die Unkonzentriertheit seiner Schützlinge war dem Trainer ein Dorn im Auge. Doch von nun an konnte es nur bergauf gehen, wenn auch schwerfällig...
Eine Umstellung auf Manndeckung brachte zu Beginn leider nicht den gewünschten Erfolg und die Gäste konnten sich erstmals etwas deutlicher absetzen (29:34; 24. Min.).Doch nach kurzer Eingewöhnungsphase und besonders intensivem Einsatz von den beiden Guards DeLaCruz und Pajonk, funktionierte die Verteidigung immer besser und erlaubte den Baskets kaum noch gute Würfe. Motiviert durch diesen Teilerfolg kam man nun auch in der Offensive besser zu recht. Jascha Korscheck hatte nun zu seinem Wurf gefunden, traf mehrere wichtige Distanzwürfe und brachte somit sein Team wieder zurück in die Spur. Herne kämpfte sich im direkten Anschluss durch sieben Punkte in Folge von Tobias Biermann zum Viertelende wieder in Schlagdistanz. 10 Sekunden vor Ende des dritten Durchgangs zeigte dann noch Neuzugang Lukas Schulte was er so drauf hat. Der Jungendspieler setzte den gegnerischen Spielmacher ab der Mittellinie aggressiv unter Druck, erkämpfte sich den Ball und wurde bei dem anschließenden Korbleger sogar noch gefoult (42:43; 30. Min.).

Angetrieben durch diese starke Einzelaktion ging Herne nun kampfbereit in die letzten 10 Minuten des Spiels. Endlich wurde unter den Körben gearbeitet was das Zeug hielt. Die sonst so starken Herner Center waren an diesem Tag bislang nicht ins Spiel gekommen und hatten sich immer wieder von den engagierten Hammern den Schneid abkaufen lassen. Doch in der wichtigsten Phase des Spiels sollte sich das ändern. Unter den Brettern arbeiteten jetzt Alex Konsek und Tobias Biermann mit allem was sie hatten, die Verteidigung funktionierte weiterhin gut und in der Offensive erzielte man nun konsequent Punkte in der Zone. Alexander Konsek hatte mit neun Punkten in Sieben Minuten maßgeblichen Anteil daran, dass seine Farben in der sechsten Minute erstmalig in der Partie in Führung gingen und diese auch nicht mehr abgaben...
Doch ohne Dramatik kann der HTC anscheinend nicht. Trotz einer 5 Punkte-Führung 90 Sekunden vor dem Ende konnte der HTC den Ball nicht mehr kontrolliert über die Mittellinie bringen und leistete sich zwei vollkommen unnötige Ballverluste in Folge, welche die Herner Führung auf einen Punkt zusammenschmelzen ließ (60:59; 40. Min.). Doch auf den an diesem Tag besonders stark aufspielenden Forward Jascha Korschek war auch in dieser Phase verlass. Beherzt zog der Herner Flügelspieler zum Korb und konnte nur mit Foul gestoppt werden. Leider verletzte sich Korschek bei dieser Aktion am Bein und konnte die Freiwürfe nicht selber ausführen.
Als Spielentscheidenden Faktor brachte Brackmann den Landesliga-Debütanten Schulte zurück und dieser verwandelte eiskalt den ersten Freiwurf zum 61:59 aus Herner Sicht. Der zweite Freiwurf verfehlte zwar sein Ziel, aber Alexander Uttich schnappte sich den Rebound und zwang den SSV somit zu einem weiteren Foul. Pajonk konnte zwar ebenfalls nur einen seiner zwei Freiwürfe verwandeln, aber somit mussten die bislang wurfschwachen Hammer einen Dreier treffen um sich in die Verlängerung zu retten. Doch die Verteidigung des HTC machte den Gästen einen Strich durch die Rechnung und damit den Sack endgültig zu (62:59; 40. Min.).

Fazit: Wieder mal gewinnt Herne kein schönes Spiel. Zwar zählt am Ende nur, wer die Punkte mit nach Hause nimmt, aber wie lange hält das Glück des HTC noch an?
Bei derart unterklassigen Leistungen wie in den vergangenen beiden Spielen sollte auch dem letzten Herner klar geworden sein, dass sich etwas an der Einstellung jedes Einzelnen ändern muss, wenn man weiterhin oben mitspielen möchte. Die beruflich bedingte, starke Fluktuation in den wenigen Trainingseinheiten machen die Situation nicht gerade leichter. Aber gerade diese 2-4 Stunden in der Woche sollten zur intensiven Vorbereitung auf die Spiele und zur Verbesserung des mannschaftlichen Zusammenspiels genutzt werden. Denn nach dem spielfreien Wochenende wartet (am 17.11.12, 16 Uhr) mit dem letztjährigen Landesliga-Meister SV Dortmund Derne 3 ein ganz harter Brocken auf das Brackmannsche Team...

Scoring: Konsek, A. 14/2-5; Korschek 12; Biermann 9/3-5; Uttich 9/1/2-4; DeLaCruz 7/1-1; Pajonk 5/1-2; Konsek, D. 3/3-4; Schulte 3/1-3; Winkelmann, Klems, Tetsch (n.e.), Badziong (n.e.)
 Landesliga 5 Herren
Am Ende zählt nur der Sieg - HTC gewinnt in der Höhle des Löwen

LTV Lippstadt - HTC 58:67 (8:14; 22:16; 15:23; 13:14)


Am vierten Spieltag musste der HTC die längste Auswärtsfahrt der laufenden Saison antreten. Der Gegner war der heimstarke LTV, bei dem man bisher noch nie einen Spiel gewinnen konnte. Auch dieses Mal taten sich die Herner sehr schwer, bevor eine Leistungsexplosion die Wende brachte...
Die Partie fing auf beiden Seiten sehr bescheiden an und beide Teams bekleckerten sich in der Offensive nicht gerade mit Ruhm. So zeigte die Anzeigetafel nach sechs gespielten Minuten ein mageres 6:4 für die Gastgeber an. Lippstadt brachte den HTC mit wechselnden Defense-Varianten immer wieder in Bedrängnis, bekam selber aber im Angriff auch nicht besonders viel zustande. Ein kleiner Lauf brachte Herne mit drei Punkten in Front und Daniel Pajonk setzte den Schlusspunkt des ersten Viertels mit einem Wahnsinns-Dreier aus neun Metern Entfernung (8:14; 10.Min.).
Im zweiten Durchgang kam der LTV vor allem durch wechselnde Aufstellungen besser in Tritt, doch Trainer Brackmann reagierte immer zeitig genug um das Spiel offen zu halten. Man kann nur erahnen was die Herner Spieler am Vorabend getrunken haben, aber Zielwasser war es definitiv nicht: anstatt sich eine deutliche Führung herauszuspielen, entschied man sich zum Brackmannschen Leidwesen dafür in diesem Viertel von 19 Freiwürfen lediglich acht in Punkte umzumünzen (FW: 9/23). Die Gastgeber nutzten diese Schwäche natürlich auch konsequent aus und erzielten pünktlich zur Halbzeit den Ausgleich (30:30; 20. Min.).
Doch nach der Halbzeit kam eine andere Herner Mannschaft aus der Kabine, als vorher hineingegangen war. Konzentriert spielte man nun den eigenen Stiefel runter, punktete sicher in der Offensive und erlaubte dem Gegner durch starke Verteidigung keine leichten Körbe mehr. Das Playmaker-Duo Pajonk/Wenzel kontrollierte nun das Spiel und wusste seine Mitspieler gut einzusetzen. Jörg Klems bestach mit unnachgiebigem Einsatz beim Rebound und sicherte den Gästen so mehrmals zweite oder sogar dritte Wurfchancen. Tobias Biermann und Alexander Uttich schalteten in dieser Phase in der Verteidigung einen Gang hoch, während DeLaCruz im Angriff und Winkelmann in der Verteidigung und beim Rebound für Entlastung von der Bank sorgten. So erarbeitete der HTC sich ab der fünften Spielminute der zweiten Halbzeit einen 15:7-Run und ging mit einem kleinen Punkte-Polster in den Schlussabschnitt (45:53; 30. Min.).
Hier setzte Lippstadt den Gegner erneut mit wechselnden Verteidigungsvarianten erfolgreich unter Druck und die Herner Selbstsicherheit kam ins Wackeln. Drei Ballverluste vor der Mittellinie in Folge waren zuviel für Trainer-Guru Brackmann und er nahm sowohl eine Auszeit, als auch seine Schützlinge ins Gebet. Und wie es so schön heißt: Ein Bauer erkennt seine Schweine am Gang! Brackmann appellierte eindringlich an seine Spieler nun nicht einzuknicken, sondern weiterhin mit viel Einsatz und durchdachten Aktionen dem Gegner den Todesstoß zu versetzen. Dies zeigte Wirkung und die kampfstarken Herner gingen mental gut vorbereitet zurück aufs Spielfeld um den Worten ihres Coaches Taten folgen zu lassen. Die Trefferquote ließ zwar weiterhin zu wünschen übrig, aber ab diesem Zeitpunkt spielte man die Uhr immer wieder geschickt runter und Klems dominierte weiterhin den Rebound. Auch die aggressive Verteidigung zahlte sich nun aus, so dass der LTV nahezu keine guten Würfe mehr bekam. Und immer wenn es ganz eng wurde traf Daniel Pajonk einen seiner insgesamt drei Dreier und erstickte damit die Hoffnung der Lippstädter auf eine Aufholjagd im Keim. Der LTV verzichtete auf eine Stop-The-Clock-Taktik, traf jedoch in den Schlussminuten lediglich einen Distanzwurf bei etlichen Versuchen. Der Drops war gelutscht und Herne nahm die hart verdienten Punkte mit nach Hause!

Fazit: Nach einer ersten Halbzeit, die außer zum Vergessen zu nichts zu gebrauchen war, hat sich Herne wieder einmal bewiesen, dass man mit viel Kampfgeist und Siegeswillen zu Höchstleistungen im Stande ist und auch in brenzligen Situationen die Oberhand behalten kann, wenn man sich als Team präsentiert. Aus einer ausgeglichenen 8-Mann-Rotation ragten heute vor allem Topscorer Daniel Pajonk (14 Punkte) und Jörg Klems (10 Punkte und gefühlte 25 Rebounds) heraus und sicherten die Punkte für den HTC, der nach schwachem Start nun eine ausgeglichene Bilanz vorweisen kann (2S:2N) und aktuell in der Tabelle Platz fünf belegt. Aber auch DeLaCruz setzte von der Bank immer wieder Akzente und sorgte damit für Motivationsschübe bei seinen Teamkameraden und Tobias Biermann legte mit 12 Punkten und guter Defensive eine solide Leistung aufs Parkett. Aber wer den letztjährigen Top-Scorer des HTC kennt, weiß: da geht noch einiges mehr...
Mal abgesehen von der peinlichen Freiwurfquote (16 von 33) müssen die Herner Spieler weiter daran arbeiten von Anfang an ihr Potenzial abzurufen und jede Sekunde auf dem Spielfeld eine konzentrierte Leistung abzuliefern. Doch für den Anfang zählt nur der zweite Sieg der Saison, dem noch einige folgen werden, vorausgesetzt man kann an die Leistungen der zweiten Hälfte anknüpfen...
Vielleicht ja bereits in der kommenden Woche (03.11.; 20 Uhr; MCG-Arena), wenn der HTC in eigener Halle mit den SSV Baskets aus Hamm den Tabellendritten empfängt. Allerdings wird man gegen die laufstarken Hammer und ihren Trainer-Fuchs Docenko mehr als nur eine gute Halbzeit bieten müssen, wenn man den dritten Sieg in Folge einfahren möchte...

Scoring: Pajonk 14/3/1-2; Biermann 12/4-6; Klems 10/2-4; Wenzel 10/2-4; DeLaCruz 7/3-5; Uttich 6/2-4; Korschek 6/2-8; Winkelmann 2; Tetsch (n.e.)
 02.10.2012 Landesliga 5 Herren
HTC holt ersten Saisonsieg im Derby gegen Langendreer

HTC - BC Langendreer 72:62 (19:16; 19:20; 17:14; 17:12)

Eine Woche nach dem verlorenen Derby gegen die VfL AstroStars war mit dem BC Langendreer bereits der nächste Lokalkonkurrent zu Gast in Herne. Nachdem man in der vergangenen Saison von drei Begegnungen nicht eine gewinnen konnte, hatte sich der HTC viel für dieses Spiel vorgenommen. Mit 11 Spielern konnte Brackmann auch endlich wieder auf eine etwas tiefere Bank zurückgreifen, als in den bisherigen Partien.
Doch die Heimmannschaft startete nicht besonders gut in das Spiel. Zwar stand man in der Verteidigung wie bereits in der Vorwoche sehr gut, doch in der Offensive lief erneut nicht viel zusammen. Gleich mehrere Korbleger verlegte die Brackmannsche Truppe in den ersten Spielminuten. Glücklicherweise lief es aber bei den Gästen auch nicht besser und man konnte durch viel Willen zu Beginn in Führung gehen (6:2; 3. Min.). Sieben Punkte von Daniel Pajonk und eine starke Defense gegen den gegnerischen Topscorer Kleina (0 Punkte 1. Vrtl.) sicherten die Herner Führung nach dem ersten Spielabschnitt (19:16; 10. Min.).
Im zweiten Viertel steigerten sich beide Teams in der Offensive und das Spiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Von außen hatten die Bochumer nun das bessere Händchen und auch in der Verteidigung mehrten sich die Absprachefehler des HTC. So kam es, dass der BCL in der neunten Spielminute in Führung ging (32:36). Doch Brackmann reagierte umgehend und nahm die Auszeit. Klare Ansagen und gegenseitige Motivation brachten Herne wieder in die Spur und man beendete die erste Halbzeit mit einem 6:0-Lauf (38:36; 10. Min.).
Trotzdem war der Herner Trainer in der Halbzeit nicht ganz zufrieden und forderte noch mehr Einsatz und Kampfgeist von seinen Schützlingen. Dies setzten Felix Wenzel und vor allem Neuzugang Irbin DeLaCruz zu Beginn des zweiten Durchgangs um. Die beiden pfeilschnellen Guards machten von Beginn an Druck auf dem Parkett und überrollten den BCL in den ersten fünf Minuten mit 11:2, woran DeLaCruz mit sieben Punkten maßgeblichen Anteil hatte. Doch so gut die ersten fünf Minuten für den HTC auch liefen, umso schlechter ging es dann in den zweiten fünf Minuten des dritten Viertels weiter. Starcenter Kleina wütete nun ordentlich unter den Brettern und leitete seinerseits ebenfalls einen Lauf der Gäste ein (53:50, 10.Min.).
Glücklicherweise kam mit dem erst zur Halbzeit eingetroffenen Alexander Konsek der Herner Wühlbüffel ins Spiel und hielt von nun an unter dem Korb dagegen. Bis zur sechsten Minute konnten die Gäste das Spiel zwar noch offen halten, den Abstand jedoch nicht wirklich verringern. Bei Herne lief es nun rund in der Offensive und auch der Einsatz der gesamten Mannschaft stimmte, während beim BCL nicht mehr viel zusammenlief. In den letzten vier Spielminuten entschied Herne das Spiel mit einem finalen 11:3-Run für sich. Zwar ging Langendreers Stop-The-Clock-Taktik aufgrund einer schlechten Trefferquote von der Freiwurflinie (3 von 8) sogar auf, doch in der Offensive konnte daraus kein Kapital geschlagen werden. Spätestens die beiden verwandelten Freiwürfe des nervenstarken Felix Wenzel zum 70:60 eine Minute vor dem Ende entschieden das Spiel zu Gunsten der Gastgeber.
Fazit: In einer harten und sehr umkämpften Partie konnte Herne in dieser Saison zum ersten mal zeigen, warum man in der letzten Saison zu den besten vier Teams der Liga gehörte. Eine starke Defensive, viel Kampfgeist und die ausgeglichene Leistung des gesamten Teams waren an diesem Tag ausschlaggebend für den Sieg.
Nach vielen verletzungsbedingten Ausfällen kommt der HTC nun langsam wieder ins Rollen und kann in den kommenden drei spielfreien Wochen weiter daran arbeiten die eigene Form wiederzufinden. Aus einer starken Teamleistung ragte in diesem Spiel das dreiköpfige Monster der Herner Guard-Rotation Wenzel-Pajonk-DeLaCruz heraus, während die beiden Konsek-Brüder sich wie gewohnt Bestnoten auf den großen Positionen verdienten!

Scoring: Wenzel 11/3-4; DeLaCruz 11/1; Pajonk 9/1; Korschek 8; Konsek, A. 8/0-2; Uttich 7/3-6; Konsek, D. 7/1/0-2; Klems 6; Biermann 5/1-2; Winkelmann, Badziong

 Landesliga 5 Herren
Bochum-Herne Derby wird zur Defensiv-Schlacht - Herner Notbesetzung verpasst knapp die Überraschung

VfL AstroStars 3 – Herner TC 50:47 (10:14; 18:7; 14:8; 14:12)

Nach der unglücklichen Niederlage am ersten Spieltag wollte der HTC Wiedergutmachung durch einen Sieg beim Lokalkonkurrenten der VfL Astrostars schaffen. Doch die Pechsträhne des HTC hält an und so konnte Trainer Brackmann lediglich auf sieben Akteure zurückgreifen. Denkbar ungünstige Voraussetzungen um beim letztjährigen Vizemeister Punkte einzufahren. Doch eine der stärksten Waffen des HTC ist der unbändige Siegeswille und starke Kampfgeist der Brackmannschen Truppe...

Ohne Angst startete der HTC hochkonzentriert in die Partie. Die Defensive stand von Anfang an wie eine Mauer in der gegnerischen Zone, wodurch die Gastgeber in den ersten fünf Spielminuten gerade mal zwei Körbe erzielen konnten (4:10, 5.Min.). In der Offensive war es vor allem Jascha Korscheck, der seine Farben mit acht Punkten im ersten Viertel in Führung brachte. Immer wieder zog der Herner Flügelspieler mit viel Engagement zum Korb und setzte sich dort ein ums andere mal durch. Leider hatte Korscheck an diesem Tag als einziger Zielwasser getrunken, seine Mitspieler ließen haufenweise leichte Korbchancen ungenutzt. Dadurch stand auf dem Spielbogen am Ende des ersten Durchgangs anstelle einer deutlichen Herner Führung gerade mal ein mageres 10:14 für den HTC.
Im zweiten Viertel lieferten sich beide Teams eine Defensiv-Schlacht, bei der die AstroStars immer besser ins Rollen kamen, während der HTC weiterhin mit einer unterklassigen Offensivleistung der gesamten Mannschaft zu kämpfen hatte. Allerdings war man durch starken Einsatz, geschicktes Wechselspiel und konsequent starke Defense in der Lage das Spiel bis zur achten Minute offen zu halten (21:21, 8. Min.). Eine Leistung, mit der bis dato wohl kaum jemand in der Halle gerechnet hatte!
Doch kurz vor der Halbzeit sorgten einige Missverständnisse im Angriff für leichte Ballgewinne der Bochumer, die diese zu einem 7:0-Lauf nutzten und mit einer ebenso hohen Führung das zweite Viertel beendeten (28:21, 10.Min.).
Trainer Brackmann bat zum Pausentee und fand offensichtlich wieder einmal genau die richtigen Worte um seine Schützlinge gut auf den zweiten Durchgang vorzubereiten.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit legten die Gäste noch mal eine Schüppe in der Verteidigung drauf und gewährten den Astros innerhalb von acht Minuten lediglich zwei Korberfolge. Selber hatte man in der Offensive wieder zu alter Stärke gefunden. Erneut war es Korschek mit mehreren starken Aktionen in Folge, der seine Team-Kameraden zu einem 11:4-Lauf anstacheln konnte, auf den Domenikus Konsek mit einem Dreier zum Ausgleich das I-Tüpfelchen setzte (32:32, 8.Min.)!
Doch dann kam der Schrecken für den HTC: Top-Scorer Korscheck bekam durch ein fragwürdiges Offensiv-Foul sein viertes Foul, welches ihn vorerst auf die Bank verbannte. Durch das Fehlen des besten Herners an diesem Tag entstand im Spiel ein Bruch, den der VfL zu Beginn des Schlussabschnitts zu einem erneuten 7:0-Run nutzte und damit wieder etwas deutlicher in Führung ging (41:35., 4.Min.). Doch Herne steckte noch lange nicht zurück. Eine Auszeit und ein Motivationsschub durch den Head-Coach später, schaltete der HTC pünktlich zur Crunch-Time noch mal einen Gang hoch. Tobias Biermann war es nun der in der Verteidigung ackerte und trotz zahlreicher Fehlwürfe in der ersten Hälfte, nun einige male wichtige Punkte erzielen konnte. So kam es, dass es drei Minuten vor dem Ende erneut unentschieden stand (43:43, 7.Min.). Die Gastgeber profitierten nun von ihrem Heimvorteil und erzielten, trotz starker Verteidigung des HTC, unter lautstarker Anfeuerung der zahlreichen Zuschauer fünf Punkte in Folge. Im Gegenangriff zog Daniel Pajonk zum Korb und wurde dabei gefoult. Zum Pech der Gäste konnte der sonst sehr treffsichere Guard nur einen von zwei Versuchen verwerten. Doch Biermann erkämpfte sich beim nächsten Bochumer Spielzug den Ball, passte diesen zu Pajonk, welcher ohne zu Zögern abdrückte und den Anschlussdreier versenkte (48:47, 10.Min.). Da nur noch wenige Sekunden Spielzeit übrig waren musste Herne nun foulen um die Uhr anzuhalten. Doch Bochum erwies sich als Nervenstark und traf zweimal von der Linie. Im letzten Angriff für den HTC wurde der Ball dann auch noch zu allem Übel leichtfertig verloren und man schickte die Gastgeber gezwungenermaßen erneut an die Linie. Beide Versuche verfehlten zwar ihr Ziel, aber die Spielzeit war zu gering für eine weitere Aktion und Herne verlor das erste Derby der Saison nach einer großartigen Leistung!

Bennedikt Badziong: „An der Defensive hat es an diesem Tag nicht gelegen. Trotz einiger Absprachefehler bildete man in der Verteidigung größtenteils eine Einheit und sorgte dafür, dass sich der Gegner jeden Punkt hart verdienen musste. Unsere eigene Angriffsleistung hingegen ließ an diesem Spieltag mehr als nur zu wünschen übrig.“ Ca. 20-30 verhältnismäßig leichte Punkte vergab der HTC in diesem Spiel, zuviel um bei einem der Top-Teams der Liga einen Sieg einzufahren. Allerdings waren die Voraussetzungen für Brackmann und sein Team im Vorfeld auch alles andere als gut. Umso beachtlicher ist die Leistung der Herner welche trotz Notbesetzung zu jedem Zeitpunkt auf Augenhöhe mit ihren Gegnern waren. Nach zwei Auftaktniederlagen in einer Saison ohne Absteiger (2 Mannschaften zogen bereits zurück und steigen damit zwangsweise ab) kommt der HTC so langsam wieder etwas besser ins Spiel. Mit der Unterstützung des vollen Kaders und einem etwas glücklicheren Händchen im Abschluss kann es für die erste Herrenmannschaft nur bergauf gehen. Vielleicht schon in der kommenden Woche, wenn in eigener Halle gegen den BC Langendreer das nächste Derby ansteht (29.09.12, 20Uhr MCG-Arena)...

Scoring: Korscheck 14/2-6; Biermann 10/0-4; Konsek, D. 9/1; Pajonk 7/1/4-6; Uttich 3/1-2; Winkelmann 2/2-2; DeLaCruz 2

 16.09.2012 Landesliga 5 Herren
Neues Jahr - Neues (Un-)Glück

HTC verliert Saisonauftakt gegen Aufsteiger aus Unna

Herner TC - TV Unna 72:74 (n.V.) (14:17; 21:10; 16:19; 12:17; 9:11)

Am 15.09.12 fiel endlich der Startschuss zur neuen Saison im Landesliga-Basketball. Der HTC musste wie bereits üblich ersatzgeschwächt antreten, da die Center Hettermann/Tetsch und der Routinier Badziong noch krankheitsbedingt ausfielen. Trotzdem wollte man an die gute letzte Saison anschließen und einen Sieg zum Auftakt einfahren. Da kürzlich die Mannschaft aus Dortmund-Schüren und die Herner Zweitvertretung zurückgezogen hatten war der Abstiegskampf bereits vor Saisonbeginn entschieden und man hätte frei aufspielen können. Doch leider begann die neue Saison für den HTC trotz Heimstärke und guter Vorjahresplatzierung (4.) eher schlecht als recht...
Obwohl man gegen den Aufsteiger aus Unna spielte, legten die Hausherren von Beginn an keine konzentrierte Leistung aufs Parkett und gerieten schnell in Rückstand (2:7; 3.Min.) von dem man sich jedoch schnell erholen konnte (6:7; 4.Min.). Allerdings war die unnötige Unsicherheit der Herner im Abschluss bereits früh erkennbar. Reihenweise vergebene Korbchancen und eine schlechte Freiwurfquote bezeugten die Nervosität der Brackmann-Fünf. Einzig Felix Wenzel schien sich in Normalform zu befinden und machte ordentlich Dampf auf dem Parkett. In der zweiten Hälfte des ersten Viertels schien Herne endlich aus dem Winterschlaf erwacht und hielt das Spiel durch viel Kampf offen. Nichtsdestotrotz ging Abschnitt eins mit 14:17 an die Gegner. Im zweiten Viertel kamen unter dem Korb die beiden Konsek-Brüder zum Einsatz und mit ihnen der Aufwind für Herne. Am Rebound wurde nun geackert was das Zeug hielt und die Verteidigung agierte nun bissig gegen die Gäste, die in der Offensive kaum noch zu punkten kamen. Innerhalb von wenigen Minuten drehte man den Rückstand in eine deutliche Führung (29:18; 6. Min.). Während die Gäste ihr Heil nun im Chaos suchten, spielte Herne weiterhin aggressiv und erarbeitete sich mehrere Ballgewinne, welche durch leichte Fast-Breaks belohnt wurden. Allerdings verpasste man es, wie in der Vergangenheit schon so oft, den Sack frühzeitig zuzumachen und der TVU konnte den Rückstand zur Halbzeit noch erträglich gestalten (35:27).
Das gefürchtete dritte Viertel, in dem der HTC schon so einige Black-Outs erleben musste, begann gegen jede Erwartung sehr gut für die Lokalmatadoren. Man setzte genau da an, wo man vor der Halbzeit aufgehört hatte und verwaltete durch geschicktes Gameplay konsequent eine 10-Punkte-Führung. Doch wenn nicht von allein, so bringt sich der HTC immer wieder gerne selbst zum Stolpern. So auch dieses Mal. Wenzel beging unbedacht sein viertes Foul und musste auf der Bank Platz nehmen. Doch als wäre das nicht genug, wechselte Trainer Brackmann zusätzlich die beiden solide spielenden Konsek-Brüder gleichzeitig aus, wodurch sein Team das Momentum verlor. Eiskalt nutzen die Gäste den Bruch im Herner Spiel aus und brachten sich zum Viertelende wieder in Schlagdistanz (51:46).
Das letzte Viertel avancierte dann zur tragischen Komödie für den HTC. Gehemmt durch das Fehlen von Top-Scorer Wenzel, die sub-optimale Aufstellung und die wieder aufkeimende Unsicherheit in der Offensive führten dazu, dass Unna zur Viertelmitte erst ausgleichen und dann sogar in Führung gehen konnte. Endlich hatte der Herner Head-Coach ein Einsehen und brachte zumindest Alex Konsek und Felix Wenzel wieder aufs Parkett, was sich erneut positiv auf das Herner Spiel auswirkte.
Die Partie wurde passend zur Crunch-Time immer hitziger und die Schiedsrichter pfiffen nun etwas kleinlicher, jedoch stets ausgeglichen und fair. Allerdings entwickelte sich das Spiel so zu einer Freiwurf-Schlacht, die eine Beleidigung für jeden Zuschauer darstellte. Beide Mannschaften trafen unter 50%, wodurch das Spiel jedoch zumindest spannend blieb. Die Führung wechselte nun in fast jedem Angriff. Eine Minute vor dem Ende setzte sich der TVU auf fünf Punkte ab (58:63) und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Doch Alexander Uttich wurde bei einem Dreipunkte-Wurf gefoult und verwandelte alle drei Freiwürfe. Im Gegenzug vergab Unna zwei Versuche von der Linie und Felix Wenzel (19 Punkte) erzielte über einen Schnellangriff den Ausgleich. Der letzte Angriff der Gäste innerhalb der regulären Spielzeit berührte lediglich den Ring und schickte die beiden Kontrahenten in die Verlängerung (63:63).
Diese begann der HTC wie der Blitz, doch der Donner folgte prompt. Herne erarbeitete sich zu Beginn der Verlängerung gleich sechs Freiwürfe in Folge von denen jedoch lediglich zwei verwandelt wurden. Dieser Patzer sollte hart bestraft werden, denn dadurch schöpfte Unna neuen Mut und legte noch eine Schüppe drauf (65:70; 3.Min). Zu allem Unglück beging Wenzel nun sein fünftes Foul und musste vorzeitig auf die Bank. Doch anstatt mit Jascha Korschek einen guten Verteidiger und Werfer zu bringen, setzte Brackmann auf Schnelligkeit und spielte trotz körperlicher Unterlegenheit weiterhin mit zwei Guards. Die Gäste aus Unna spielten diese Mismatches natürlich aus und zogen immer wieder zum Korb wo sie nur noch durch Fouls zu stoppen waren. Glücklicherweise blieb die Trefferquote der Gäste ebenfalls jenseits von gut und böse.
Zwei erfolgreiche Herner Angriffe später stand es erneut unentschieden (71:71; 5.Min.) und Unna war am Zug. Starker Verteidigungseinsatz von Alex Konsek und dem letztjährigen Top-Scorer Biermann, der leider einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, bescherten den Hernern einen Ballgewinn und der darauf folgende Schnellangriff konnte nur mit Foul gestoppt werden. Doch Herne konnte nur einen von zwei Versuchen verwandeln und den Gästen blieben noch 4,7 Sekunden für eine letzte Offensiv-Aktion. Dramatik pur, denn Herne hatte die Teamfoulgrenze bereits überschritten und musste in der Verteidigung sehr vorsichtig sein. Der TVU warf nach einer Auszeit an der Mittellinie ein und nach zwei leichten Pässen kam der vollkommen erschöpfte Alexander Uttich, der volle 45 Minuten durchspielen musste, einen Schritt zu spät. Der beste Distanzschütz des Aufsteigers kam unbehelligt zum Wurf. Der Ball sprang vom Ring über die obere Brettkante gegen die 24-Sekunden-Uhr und senkte sich mit der Schluss-Sirene in den Herner Korb.
Fazit: Nach der erfolgreichen letzten Saison (4. Platz) muss der HTC nun beweisen, dass diese Spitzenposition nicht nur Glück, sondern verdient gewesen ist.
Mangelnde Konzentration, fehlender Einsatz und Siegeswille bei einem Großteil der Mannschaft machten den TVU an diesem Spieltag zum glücklichen, aber verdienten Sieger. Sowohl die 16(!) Fehlwürfe von der Freiwurflinie, die zahlreichen vergebenen Korbleger und die schlechte Auswechslungsstrategie haben gezeigt, dass noch viel Arbeit vor dem Brackmannschen Team liegt, wenn man an frühere Erfolge anschliessen will. Das gesamte Team, aber auch jeder einzelne Spieler und der Trainer sollten in den kommenden Wochen daran arbeiten, diese längst vergangen geglaubten Fehler auszumerzen, denn es warten bestimmt noch härtere Gegner auf den HTC als der Aufsteiger aus Unna. Wie bereits in der kommenden Woche, wenn man beim neu-formierten Team der VfL Astrostars antreten muss.

Scoring: Wenzel 19/5-6; Uttich 12/1/5-7; Konsek, A. 11/5-10; Biermann 9/3-6; Pajonk 8/2-4; Konsek, D. 5/1-2; Korschek 4; DeLaCruz 3/1-2; Klems 1/1-2; Winkelmann (d.n.p.)



 17.08.2012
Am Donnerstag, den 30. August startet die 1. Herren des HTC in die neue Saison. Zu Gast ist um 20.15 UHr zunächst der SC Buer-Hassel, um die 1. Runde im WBV-Pokal auszuspielen. Am 15. September ist dann um 20 Uhr der TV Unna zum ersten Heimspiel zu Gast.