06.01.2014 | Kurzes Schnuppern an der Sensation
TSV 1880 Wasserburg - Herner TC 84:65

Viertel: 15:21, 25:9, 22:19, 22:16.

TSV: Cannon (17, 19 Rebounds), Breitreiner (16), Jeltema (13/2 Dreier), Wagner (13), Dover (10), Sten (7), Brock (4), Brunckhorst (2), Thoresen (1), Kaup (1).

HTC: Davis (15, 11 Rebounds), Koop (12), Flasarova (12/2), Tuomi (6), Wright (6), Gawronska (6/2), Karic (4), Van der Velde (3), Bräuer (1), Terzic, Salomaa.

Beim Live-Scouting aus der Badria-Halle riss der Faden mit der Halbzeitsirene, bei Hernes Basketballerinnen vier Minuten vorher. Nach einem starken ersten Viertel führten die HTC-Damen noch in der 16. Minute mit sechs Punkten (28:22), um dann förmlich überrollt zu werden. Mit einem 18:2-Run setzte sich der TSV Wasserburg zur Pause bis auf 40:30 ab und nahm damit die Spannung raus. Dass sich der Deutsche Meister vor heimischem Publikum den Weg ins TOP4-Endturnier des DBBL-Pokals noch würde verbauen lassen, schien mehr als unwahrscheinlich. Da konnte man sich aktuelle Infos aus der Halle getrost schenken. Und wirklich, als die Leitung Mitte des Schlussviertels wieder stand, lag Wasserburg mit 20 Punkten vorn, und auf dem Parkett tummelte sich auf beiden Seiten die „zweite Garnitur“. Die Pokalsensation war ausgeblieben.
Immerhin hatten die Hernerinnen den Topfavoriten ein wenig gekitzelt – mehr durfte niemand von ihnen erwarten, zumal sie ohne ernsthaftes Training direkt aus der Winterpause die Himmelfahrt an den Inn angetreten hatten. Nachdem Hannah Tuomi und Lisa Koop die ersten Punkte der Partie erzielt hatten, baute der HTC seine Führung bis auf 19:11 (9.) aus. Die 500 TSV-Fans auf der Tribüne rieben sich verwundert die Augen.
Doch ihr Team nahm die Herausforderung an. Angeführt von Emma Cannon, die sich fast nach Belieben die Abpraller unter beiden Brettern schnappte, erhöhten sie Mitte des zweiten Viertels den Druck und nahmen klar das Heft in die Hand. Der HTC ließ in dieser Phase zu viele Chancen liegen, um sich dieses Ansturms erwehren zu können.
Auch nach der Pause schafften es die Hernerinnen nicht, den Rückstand nennenswert zu verkürzen. Im Gegenteil. Der Meister blieb jederzeit Herr im eigenen Haus, baute die Führung kontinuierlich aus und verließ letztendlich als verdienter Sieger das Parkett.

06.01.2014 / WAZ Herne / Wolfgang Volmer


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