02.02.2014 | HTC gewinnt Samstagabend Krimi
Die Basketball-Damen des Herner TC bleiben in der Erfolgsspur . In einer spannenden Begegnung setzten sie sich in der Overtime gegen den BC Pharmaserv Marburg mit 95:85 durch und schoben sich damit auf den vierten Platz der Damenbasketball-Bundesliga vor.

Herner TC - BC Pharmaserv Marburg 95:85 (25:12, 18:21, 21:20, 15:26. Verlängerung: 16:06)

HTC: Davis (18/2 Dreier), Wright (15), Salomaa (13/1), Koop (12), Tuomi (8), Terzic (7/1), Karic (7), Müller (6/2), Van der Velde (6), Flasarova (3/1), Bräuer, Gawronska.
Freiwurfquote: 84 % (16/19). Rebounds: 50 (31 defensiv, 18 offensiv).

BCM: Skuballa (29/2), Schaake (16/1), Zackery (13), Smith (9), Degbeon (8), Baker (6), Gohrke (4), Winterhoff, Masek. Freiwurfquote: 60 % (12/20). Rebounds: 26 (18 defensiv, 8 offensiv).

Die Basketball-Damen des Herner TC bleiben in der Erfolgsspur und damit auf Play-Off-Kurs. In einer spannenden Begegnung am Samstagabend setzten sie sich in der Overtime gegen den BC Pharmaserv Marburg mit 95:85 durch und schoben sich damit bis auf den vierten Platz der Damenbasketball-Bundesliga nach vorne.
Der stimmungsvolle Abend hatte es wahrlich in sich – auf und neben dem Spielfeld. Von einer kleinen Gästegemeinde lautstark angestachelt, heizte der HTC-Anhang den Spielerinnen von Beginn an ordentlich ein. Zunächst mit durchschlagendem Erfolg: Die Schützlinge von Trainer Marek Piotrowski legten einen fulminanten Start hin. Ruckzuck lagen sie 15:4 vorn. Ein Vorsprung, den sie bis zur ersten Viertelpause auf 25:12 sogar noch ausbauen konnten.
Dann aber fand Marburg ins Spiel und es entwickelte sich lange Zeit ein offener Schlagabtausch zwischen den Tabellennachbarn. Vor allem Nationalspielerin Maggy Skuballa, mit 29 Punkten mit Abstand beste Schützin der Partie, hielt die Gäste im Rennen. Immer jedoch, wenn die Dolphins den Rückstand reduzieren konnten, legten die Hernerinnen wieder vor. Dabei verdienten sich auf Seiten des HTC vor allem Quenice Davis, Lisa Koop, Henna Salomaa und Teya Wright gute Noten, die allesamt zweistellig trafen. Es war nun das erwartete Duell auf Augenhöhe. Doch Herne zehrte noch von seinem Blitzstart.
Als Mitte des dritten Viertels die Ex-Marburgerin Lisa Koop die Führung wieder auf 58:43 ausbauen konnte, deutete eigentlich nicht mehr viel darauf hin, dass es noch einmal eng werden könnte. Der BCM aber gab sich nicht geschlagen. Zwei Gäste-Würfe saßen, Katarina Flasarova hingegen, an diesem Abend weitgehend neben den Schuhen, traf einmal mehr aus der Distanz nur den Ring. Die Partie gewann langsam an Brisanz, denn der Vorsprung des HTC schmolz dahin.
Im letzten Viertel zeigten die Hernerinnen dann Nerven. Vorne verdaddelte sogar die bis dahin sehr souveräne Quenice Davis (18 Punkte) den Ball, hinten bekam man die bullige Kellindra Zackery nicht zu packen. Und schließlich war es Skuballa, die zwei Minuten vor dem Ende zwei Dreier versenkte und sich der sicher scheinenden Niederlage entgegenstemmte. Am Ende besorgte sie auch noch den 79:79-Ausgleich.
„Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, nur verpasst, den Sack auch zuzumachen“, analysierte Marek Piotrowski nachher. Dennoch war der Headcoach nach der Partie erleichtert. „Manchmal ist das eben so. Da führst du die ganze Zeit klar und dann wirst du noch zittrig. Am Ende haben wir aber verdient gewonnen.“
In der Verlängerung schlug dabei die Stunde der Emina Karic. Die 22-Jährige verhielt sich 40 Minuten lang unauffällig, ohne jeden Punkterfolg, machte dann aber quasi im Alleingang kurzen Prozess mit den Gästen. Karic erzielte sieben Punkte, mehr als alle Marburgerinnen in der Overtime zusammen. Der Krimi war damit zu Gunsten der Gastgeberinnen entschieden, die Nerven hatten doch noch gehalten. Der Anhang quittierte die insgesamt starke Leistung mit Standing Ovations.
Mit dem Sieg konnte der HTC den BC Pharmaserv Marburg in der Tabelle überholen. Noch allerdings sind sieben Partien auf dem Plan. „Und die Liga ist sehr ausgeglichen“, mahnt Marek Piotrowski vor zu viel Euphorie nach dem zweiten Sieg hintereinander. Schon am kommenden Samstag kommt mit den TV Saarlouis Royals (6.) ein weiteres Team aus der Tabellennachbarschaft in die MCG-Arena.

02.02.2014 / WAZ Herne / Mike Lautenschläger

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