10.02.2014 | 1. Herren: Turnoverregen in Langendreer
Am zweiten Spieltag der Rückrunde gastierte die erste Herrenmannschaft des Herner TC beim Lokalrivalen BC Langendreer. Coach Brackmann konnte nur auf neun Spieler zurückgreifen, da Domenikus Konsek verletzungsbedingt, Billy Mwamba und Christian Kaminski arbeitsbedingt ausfielen. Der BC Langendreer konnte dagegen mit 12 anwesenden Spielern aus dem Vollen schöpfen.

Der Herner Coach entschied sich mit Daniel Pajonk und Felix Wenzel im Aufbau, Tobias Biermann auf den Flügel sowie Alexander Konsek und Jörg Klems auf der Centerposition für eine große Aufstellung mit keinen nominellen Flügelspieler in der Starting Five. Die beiden Teams starteten verhalten in die Partie, sodass die ersten Punkte erst nach zwei Minuten Spielzeit auf Langendreers Konto verbucht werden konnten. Was sich schon in der Anfangsphase abzeichnete waren viele Unkonzentriertheiten auf Seiten der Herner im Angriffspiel beziehungsweise im Aufbauspiel. Viele Pässe fanden nicht ihr gewünschtes Ziel und flogen stattdessen ins Aus oder zu einem gegnerischen Spieler. Zudem konnte man unter dem eigenen Korb Langendreers Center mit der Nr.15 Oworah-Nkruma im ersten Viertel nicht gut genug fernhalten, sodass dieser die Hälfte der Langendreer Punkte in diesen Spielabschnitt verbuchte. Langendreer schraubte das Ergebnis bis in der 5. Minute des Spiels auf 10-4 hoch, sodass der Herner Coach mit der ersten Auszeit reagieren musste. Nach dieser lief dann das Spiel des HTC etwas besser, sodass Felix Wenzel mit einem Dreier in der 9. Minute zum 16-14 Viertelendergebnis verkürzte.
Das zweite Viertel begannen die gleichen Spieler des HTC, die das erste durchgespielt hatten. Erst in der 13. Minute wurde mit Badziong die erste Auswechslung des Herner Coaches getätigt, sodass Biermann damit auf die Position 4 rückte und Badziong die Flügelposition einnahm. Mit fortlaufender Spielzeit erspielte sich Langendreer einen 8 Punkte Vorsprung heraus, ehe Brackmann in der 19 Minute die letzte Auszeit in der ersten Hälfte nahm. Dieses taktische Mittel stoppte den Lauf der Gastgeber, sodass ein Halbzeitergebnis von 34-28 für Langendreer zur Buche stand.
Anscheinend fruchtete die Halbzeitansprache von Coach Brackmann, denn die Herner starteten mit einem 7-0 Run in die zweite Halbzeit. Dieser wurde durch gutes Set-Play und guter Defense erarbeitet. In diesem Spielabschnitt verdiente sich vor allem der Herner Center Wroblewski Bestnoten, der mit einem gelungen Block und 5 Punkten in 5 Minuten des dritten Viertels für Aufsehen sorgte. Allerdings folgte auf den Zwischenspurt der Herner eine Auszeit von Langendreer, diese verfehlte ihre Wirkung nicht und der Gastgeber legte einen 12-02 Zwischenspurt binnen zwei Minuten hin, sodass nach 37 gespielten Minuten auf der Anzeigetafel 46-37 für den Gastgeber zu lesen war. Daraufhin reagierte der Herner Coach mit der Einwechslung des angeschlagenen Flügelspielers Korscheck (welcher sich, wie durch ein Wunder, um an diesen Spiel mitzuwirken von einem Knöchel-Trümmerbruch innerhalb von 4 Tagen erholte). Diese Einwechslung sollte Wirkung zeigen und einen erneuten HTC 11-01 Lauf starten, sodass das Viertelendergebnis bei 47-46 für Langendreer lag und die Partie wieder offen war.
Nun wurde das Spiel immer härter und die Pfeifen der Schiedsrichter immer leiser. Allerdings ließ sich das Team des HTC davon zunächst nicht beeindrucken und knöpfte an der Leistung des letzten Spielabschnittes an. Tobias Biermann verhalf der Mannschaft in der 36. Minute mit einen Freiwurf zum Ausgleich. Einen Angriff später traf dann Korscheck zur ersten Herner Führung im Spiel, die Felix Wenzel in der 37. Minute auf 51-54 ausbaute. In den letzten drei Minuten wurde dann das Spiel zu einem Schubswettbewerb, allerdings blieben die Pfiffe gegen Langendreer in dieser Zeit komplett aus. Aufgrund dieser spieleingreifenden “Nicht“Entscheidungen, stieg die Ballverlustrate in den letzten Minuten nochmals auf Seiten der Herner stark an, sodass die Gastgeber aus Langendreer einen alles entscheidenden 10-2 Schluss- Run hinlegen konnte und am Ende ein Ergebnis von 61-56 für Langendreer auf der Anzeigetafel stand.
Der Schlusskonsenz zu diesen Spiel ist sicherlich, dass das Spiel durch viel zu viele Konzentrationsfehler der gesamten Mannschaft verloren ging. Durch diese Fehler wurden zu viele Turnovers generiert. Die Auswechselstrategie des Coach sollte auch überdacht werden, denn die Starting 5 spielte, obwohl das erste Viertel nicht gut lief, 13 Minuten ehe gewechselt wurde durch. Dadurch kann kein Bankspieler gut und schnell ins Spiel kommen. Auch das die Unparteiischen in den letzten Minuten das Pfeiffen auf Langendreers Seite ganz eingestellt haben, war sicherlich Spielmitbestimmend.
Das nächste Spiel findet nun für den Herner TC am Samstag den 15.2.14 um 18 Uhr in eigener Halle gegen den LTV Lippstadt statt. Das Hinspiel wurde zwar gewonnen, aber produziert man wieder so viele Turnovers, wie gegen Langendreer, wird es auch schwer gegen den Tabellen Zehnten aus Lippstadt zu gewinnen.

Wenzel (14,5-8,1), Konsek (12,8-10), Biermann (11,5-8), Wroblewski (5,1-2), Korscheck (4,2-4), De La Cruz (4,1/2,1), Pajonk (4,2/2), Klems (2) Badziong (0)
Freiwurfquote: 24-36 = 66,67%
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