16.02.2014 | Herne gewinnt im Bundesliga-Spitzenspiel
ChemCats Chemnitz - Herner TC 82:92

Davis 23; Flasarova 21, Terzic 11, Müller 9, Koop 8, Wright 6, Salomaa 5, Van der Velde 4, Gawronska 2, Karic 2, Bräuer 1, Tuomi.

So besonders sei seine Halbzeitansprache gar nicht gewesen, betonte HTC-Trainer Marek Piotrowski nach dem 92:82-Auswärtssieg bei den Chemnitz ChemCats: „Wir haben sachlich über die erste Hälfte gesprochen, mehr nicht.“ Alles andere als sachlich kamen die in rot gekleideten Hernerinnen dagegen aus der Kabine: 30:16 überrollten sie die ChemCats in den zehn Minuten nach der Pause – nachdem sich die beiden Teams in der ersten Hälfte auf Augenhöhe bewegt hatten, genauso wie Marek Piotrowski es vorausgesehen hatte.
„Wir sind heute morgen um sieben Uhr losgefahren, saßen fast sieben Stunden im Bus, vielleicht taten den Spielerinnen ein wenig die Knochen weh.“ Die Chemnitzer dagegen hätten von Anfang an „voll aufs Gaspedal“ getreten. „Die wollten uns überrennen, das mussten wir mit Verstand überstehen.“
Das taten seine Mädels: Zwar entkamen die Chemnitzerinnen im ersten Durchgang auf bis zu acht Punkte, zur Halbzeit waren die Hernerinnen jedoch wieder auf zwei heran – was danach kam, ist bekannt. Im vierten Viertel zeigte sich dann die Stärke des breiten Herner Kaders, das Spiel war entschieden.
Herausragend beim HTC waren Quenice Iralynn Davis und Katarina Flasarova mit 23 und 21 Punkten. Piotrowski freute sich: „Das ist unsere Stärke. Flasarova hatte vielleicht jetzt zuletzt nicht so starke Spiele, dann trifft eine andere. Heute war sie wieder da.“ In der Tabelle sieht es rosig aus, doch Piotrowski warnt: „Zum Rechnen ist es noch zu früh. Wir haben noch fünf harte Spiele gegen Teams im Abstiegskampf – die schenken uns nichts.“

16.02.2014 / WAZ Herne / Philip Zieser
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