14.05.2017 | Fechten: Herner Mannschaft verpasst Podestplatz knapp
Für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven im Herrensäbel in Nürnberg konnten sich mit Jan Patrick Camus und Lukas Rüller, als erster bzw. zweiter der westfälischen Rangliste, zwei Herner für das Einzel sowie die Mannschaft des Herner TC, die zuvor Westfalenmeister geworden ist, für den Teamwettbewerb qualifizieren.
Zunächst begannen die Fechter mit den Entscheidungen in der Einzelkonkurrenz. Während die besten 16 der Deutschen Rangliste von der Vorrunde befreit sind, mussten die Herner, als etwas weiter hinten platzierte Athleten, diese ausfechten. Beiden Hernern gelang jedoch mit nur jeweils einer Niederlage, fast das Optimum aus dieser Situation rauszuholen. In der darauffolgenden K.o.-Runde trafen sie daher mit den Positionen 22 bzw. 26 des Tableaus der Direktausscheidung auf gute Ausgangssituation. Mit der Favoritenrolle im Gefecht des 64er K.o. kamen die Herner gut klar. Rüller siegte deutlich mit 15:6 gegen den Tauberbischofsheimer Sebastian Blatz, während Camus dem Dormagener Hartmut Wrase keine Chance ließ. Nun trafen sie in der Direktausscheidung der besten 32 auf die gesetzten Fechter des Turniers. Camus lieferte sich mit dem Eislinger Thomas Schaich ein überaus spannendes Gefecht, was der Herner letztlich mit 15:14 zu seinem Vorteil entscheiden konnte. Bei Rüller ging es gegen seinen ehemaligen Vereinskameraden Rouven Redwanz aus Dormagen noch etwas enger zu. Bereits mit 9:14 zurückgelegen, machte Rüller das nahezu unmögliche mögliche, indem er das Gefecht in eindrucksvoller Manier zum 15:14 zu seinen Gunsten drehte. In der nächsten Runde trafen die HTC-Fechter dann erneut auf zwei Fechter des Olympiastützpunktes TSV Bayer Dormagen. Bei Rüller war nach der Aufholjagd etwas die Luft raus, sodass er bei der 15:9 Niederlage chancenlos blieb. Diesmal versuchte sich Camus gegen Robin Schrödter in der Aufholjagd. Nach einem großen Rückstand, kam er noch einmal auf 12:13 heran. Der spätere Drittplatzierte Schrödter spielte dann jedoch seine ganze Erfahrung aus und setzte die beiden entscheidenden Treffer zum 15:12 Sieg. Im Endklassement bedeutete dies Rang 14 für Camus sowie den 15. Platz für Rüller.
Am Folgetag bildete das Duo zusammen mit Michael Berger ein starkes Trio. Gemeinsam mit dem FC Tauberbischofsheim überstanden die Herner als eine der beiden Mannschaften, die nun auf die TSG Eislingen und Dormagen trafen, die Vorrunde, in der sie unter anderem das heimische Team aus Nürnberg sowie den MTV Gießen besiegten. Im Halbfinale blieb man zunächst gegen die Weltmeister aus Dormagen chancenlos. Im Kampf um den Bronzerang gegen den FC Tauberbischofsheim, machte den Hernern vor allem der ehemalige Olympiateilnehmer Björn Hübner das Leben schwer. Letztlich blieb die Überraschung aus und man verfehlte als unglücklicher vierter das Podest denkbar knapp.
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